Großrazzia bei Kaufland und Netto

Schweinfurt - Bei einer Großrazzia gegen die Einzelhandels-Konzerne Netto und Kaufland sowie mehrerer Partnerfirmen sind am Dienstag mehr als 450 Zollfahnder in fünf Bundesländern im Einsatz gewesen.

In Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen wurden zahlreiche Wohn- und Geschäftsräume sowie Warenverteil-Zentren durchsucht, wie das Hauptzollamt Schweinfurt mitteilte.

Die Unternehmen werden verdächtigt, für Lageristen und Staplerfahrer rechtswidrige Werksverträge abgeschlossen zu haben. Dadurch hätten sie Tariflöhne erheblich unterschritten und Beiträge zu den Sozialversicherungen hinterzogen.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaften Bamberg, Regensburg und Stuttgart wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt. Erst nach deren Auswertung könne der Schaden beziffert werden, hieß es.

Laut “SWR“ und “Handelsblatt“ handelte es sich bei den betroffenen Konzernen um Kaufland und Netto. Die Unternehmen bestätigten die Durchsuchungen. Kaufland erklärte in einer Stellungnahme: “Wir arbeiten mit dem Zoll kooperativ zusammen und unterstützen ihn umfänglich.“ Eine Netto-Sprecherin sagte, dem Zoll sei Einsicht in alle gewünschten Dokumente gewährt worden.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eurogruppe berät über vorerst letzte Griechenland-Hilfen
Ist Griechenland bald zu Ende gerettet? Das hochverschuldete Land verzeichnet wieder Wirtschaftswachstum und Haushaltsüberschüsse, wenn man den Schuldendienst …
Eurogruppe berät über vorerst letzte Griechenland-Hilfen
Tesla verklagt Ex-Mitarbeiter wegen angeblicher Sabotage
Las Vegas (dpa) - Der US-Elektro-Autobauer Tesla will einen Ex-Mitarbeiter vor Gericht bringen, der das Unternehmen angeblich gezielt sabotiert hat. Der Beschuldigte …
Tesla verklagt Ex-Mitarbeiter wegen angeblicher Sabotage
VW-Bußgeld "größter Schadensfall der Wirtschaftsgeschichte"
Niedersachsens Landeskasse hat eine Milliarde Euro an Einnahmen verbucht. Sie stammen vom VW-Konzern und wurden als Geldbuße im Dieselskandal fällig. Doch wofür soll das …
VW-Bußgeld "größter Schadensfall der Wirtschaftsgeschichte"
General Electric steigt aus US-Leitindex Dow Jones ab
GE war einst Innovationsführer und Aushängeschild der US-Wirtschaft. Doch seit Jahren ist der über 125 Jahre alte Industrieriese eines ihrer größten Sorgenkinder. Nun …
General Electric steigt aus US-Leitindex Dow Jones ab

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.