Razzien bei Schokoladenherstellern

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Bonn (dpa) - Das Bundeskartellamt hat gegen führende Schokoladen-Unternehmen und auch gegen den Fruchtgummi-Hersteller Haribo ein Verfahren wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen eingeleitet. Die Sprecherin der Behörde bestätigte in Bonn das Vorgehen gegen insgesamt sieben Firmen.

Die Geschäftsräume der Hersteller seien am vergangenen Donnerstag von Fahndern durchsucht worden. Der Vertriebs- und Marketingleiter von Haribo, Andreas Nickenig, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, dass auch die Zentrale des Unternehmens in Bonn durchsucht worden sei. Bei Haribo habe es bisher aber keine Preiserhöhungen gegeben, es seien im Januar nur leichte Anhebungen bis maximal 3,5 Prozent zum 1. Mai diesen Jahres angekündigt worden.

Von "illegalen Preisabsprachen" bei Haribo könne keine Rede sein. "Wir handeln komplett eigenständig". Die Mitbewerber bei Fruchtgummi hätten bereits im Vorjahr weit höhere Preisanhebungen vorgenommen.

Die Namen der betroffenen Unternehmen nannte Kartellamts- Sprecherin Kaul nicht. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) sind dies der Milka-Hersteller Kraft Foods, der Schokoriegelspezialist Mars, Kitkat-Produzent Nestle, Ferrero sowie die Familienunternehmen Ritter und Storck. Hinzu kommt nach eigenen Angaben Haribo. In den vergangenen Wochen waren die Preise für Schokowaren stark angestiegen. Die Hersteller hatten dies mit höheren Kosten begründet.

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