Millionen für neues Konzept

So radikal wird Real umgekrempelt

München - Essen gehen zu Real? Künftig soll das möglich sein. Die Metro-Tochter will die Supermarkt-Kette gehörig umkrempeln.

Das berichtet das Magazin WirtschaftsWoche in einer Vorab-Meldung.

Ein Großteil der Real-Standorte soll künftig nicht nur Lebensmittel verkaufen, sondern Pasta-, Sushi-, Burger- und Grillstationen im Angebot haben. Das berichtet das Magazin Wirtschaftswoche in einer exklusiven Vorab-Meldung.

Das neue Konzept, genannt "Food-Lover", will sich die Metro-Tochter Millionen offenbar kosten lassen. „Am Ende müssen wir auch überlegen, ob der Name Real dazu noch passt“, zitiert Wirtschaftswoche Real-Chef Patrick Müller-Sarmiento. 

Ein Pilotmarkt soll im Herbst in Krefeld eröffnen - und soll ein wahrer "Food-Tempel" werden, frisch zubereitete Pasta, Austernbar und Weinlounge inklusive. Für 2017 sind laut Wirtschaftswoche acht weitere Standorte geplant. Der Umbau einer größeren Real-Filiale soll rund zehn Millionen Euro kosten; rund die Hälfte der bundesweit derzeit 283 Filialen ist laut Real-Geschäftsleitung dafür geeignet.

Unternehmen erhofft sich erhöhte Wertschöpfung

Mit dem Verkauf zubereiteter Mahlzeiten will Real die Wertschöpfung erhöhen. Im Standardsortiment sollen im Gegenzug Preise gesenkt werden.

Seit Jahren gilt Real laut Wirtschaftswoche als Sorgenkind. Mit dem neuen Tarifvertrag, dem die über 30.000 Mitarbeiter am Donnerstag zustimmten, verzichten sie beispielsweise auf Weihnachts- und Urlaubsgeld. Der Großteil der Filialen soll dafür aber bestehen bleiben.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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