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Nach Manipulations-Skandal

BaFin: Staat soll Referenzpreise kontrollieren

Berlin - Die deutsche Finanzaufsicht BaFin fordert eine weitreichende Reform der manipulationsanfälligen Referenzpreise an den Finanzmärkten.

„Referenzpreise, die nur auf mehr oder weniger willkürlichen Schätzungen beruhen, sind nicht belastbar“, sagte Raimund Röseler, Leiter der Bankenaufsicht der BaFin, der „Welt am Sonntag“ („WamS“). Der Branche allein traut Röseler nach eigenen Worten nicht zu, verlässliche Referenzzinssätze zu ermitteln, an denen sich zahlreiche Finanzverträge weltweit orientieren. „Bei den wichtigsten Werten muss eine staatliche Stelle mit draufschauen. Das darf nicht allein in privatwirtschaftlicher Hand sein“, sagte der BaFin-Chef. Nur so könne man Strukturen sicherstellen, auf die sich alle Marktteilnehmer verlassen können.

Am Mittwoch hatte die EU wegen Zinsmanipulationen gegen die Deutsche Bank und weitere internationale Großbanken eine Rekordstrafe von 1,7 Milliarden Euro verhängt.

dpa

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