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Reform der Mitbestimmung findet Zustimmung bei Arbeitsminister und DGB-Chef

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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bei einem Wahlkampfauftritt
Arbeitsminister Heil.jpg © Thomas Imo / IMAGO

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) haben eine Ausweitung der Arbeitnehmermitbestimmung in Betrieben gefordert.

Berlin  -  In einem Gastbeitrag für das «Handelsblatt» schreiben beide mit Blick auf den Wandel in Arbeitswelt, Verkehr und Wirtschaft durch Digitalisierung und angestrebte Klimaneutralität: Dies könne nicht über die Köpfe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hinweg gelingen, «sondern nur gemeinsam mit ihnen und auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern.» Der digitale Wandel werde Jobs überflüssig machen, aber auch neue schaffen. «Berufsbilder und Anforderungen an die Beschäftigten werden sich wandeln.»

«Wir müssen dringend für ein Update der Mitbestimmung sorgen», schreiben Heil und Hoffmann. Mitbestimmte Unternehmen seien innovativer, wirtschaftlich erfolgreicher und nachhaltiger. Konkret fordern sie, die Mitbestimmung «auf Unternehmen in ausländischer Rechtsform mit Verwaltungssitz in Deutschland» zu erweitern. Außerdem sprechen sich der SPD-Arbeitsminister und der DGB-Chef dafür aus, die Schwellenwerte für Unternehmensgrößen bei der Mitbestimmung zu senken. In Unternehmen ab 500 Beschäftigten werden in Deutschland Aufsichtsräte zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Der DGB will beispielsweise, dass das auch schon für Unternehmen ab 250 Beschäftigten gilt. (dpa)

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