Regierung und Banken erwarten Aufschwung

- Berlin - Nach der Stagnation im zweiten Quartal sehen Bundesregierung und Bankenverband Signale für einen konjunkturellen Aufschwung in den kommenden Monaten. Die Konjunkturindikatoren deuteten darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Halbjahr beschleunigt, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Der Bundesverband deutscher Banken erklärte, Auftragseingang und Stimmungsindikatoren ließen eine eine Besserung erwarten.

Im Bereich der Industrie sprechen die vorlaufenden Indikatoren für eine Fortsetzung der Dynamik, wie das Ministerium meldete. So sei die Bestelltätigkeit im Juni ausgesprochen lebhaft gewesen. Im zweiten Quartal habe das Ordervolumen das Ergebnis des ersten Quartals um 0,8 Prozent übertroffen. Bemerkenswert sei hierbei der Anstieg der Bestellungen aus dem Inland (plus 1,9 Prozent), der die maßgeblichen Impulse durch den kräftigen Zuwachs der Aufträge bei den Herstellern von Investitionsgütern (plus 3,8 Prozent) erhalten habe. Dies nähre die Erwartung einer weiteren Zunahme der Investitionstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte.

Indes meldete das Statistische Bundesamt, dass es dank immer mehr Ich-AGs in Deutschland einen - wenn auch schwachen - Beschäftigungszuwachs. Allerdings hat sich die Zunahme der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2005 abgeschwächt auf nunmehr 30 000 Personen oder 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im ersten Vierteljahr hatte sich die Zahl der Erwerbstätigen noch um 42 000 erhöht. Insgesamt wurden Ende Juni rund 38,85 Millionen Erwerbstätige gezählt.

Getragen wurde der Anstieg im zweiten Quartal erneut von der Zunahme der selbstständigen Tätigkeit und dabei insbesondere von den Ich-AGs um 166 000 Personen oder 3,9 Prozent.

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