Regierung billigt Staatsbürgschaft für Opel

Berlin - Der Staatsgarantie für die Übernahme Opels durch den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna steht nach Ansicht der Bundesregierung nichts mehr im Weg.

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Das Geschäft sei grundsätzlich genehmigungsfähig, entschied der sogenannte Interministerielle Ausschuss der Regierung für die Vergabe von Bürgschaften am vergangenen Donnerstag. Regierungskreise bestätigten einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins “Spiegel“.

Keiner der Teilnehmer hat danach die Tragfähigkeit des Magna- Konzepts für Opel grundsätzlich infrage gestellt, hieß es aus einem der beteiligten Ministerien. An der Sitzung nahmen Vertreter des Kanzleramts, des Finanz- und des Wirtschaftsressorts sowie Abgesandte aus den vier Opel-Standort-Ländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland- Pfalz, Hessen und Thüringen teil. Die Runde erarbeite nun eine Entscheidungsvorlage für die künftigen Minister für Wirtschaft und für Finanzen.

Bund und Länder wollen Magna Hilfen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro gewähren. Die spanische Regierung will sich an dieser Summe nur unter neuen Bedingungen beteiligen. Den Briten kam Magna nach dpa- Informationen bereits entgegen. Erst vor wenigen Tagen hatte ein neues Gutachten Zweifel am Magna-Rettungskonzept genährt. Dieses wird in der von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie als “nicht besonders robust“ bewertet. Speziell die Magna-Absatzplanung berge ein “außerordentliches Risiko“.

dpa

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