Regierung warnt vor Fachkräftemangel

- Hamburg - Wegen der demographischen Entwicklung der Bevölkerung befürchtet die Bundesregierung in einigen Jahren einen wachsenden Mangel an Fachkräften. In vielen Bereichen der maritimen Wirtschaft, zum Beispiel beim Schiffbau oder in der Schifffahrt, sei diese Entwicklung schon heute spürbar.

Das sagte Dagmar Wöhrl (CSU), die Koordinatorin der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, in Hamburg. "Hier ist besonders der Ingenieurmangel zu erwähnen", erklärte Wöhrl vor Beginn der 5. Nationalen Maritimen Konferenz in der Hansestadt. Fast ein Viertel der Schiffbauingenieure seien heute 55 Jahre und älter.

Es sei das Ziel der Regierung, Deutschland zu einem maritimen High-Tech-Standort auszubauen. Die maritime Wirtschaft sei eines von 17 Zukunftsfeldern, den so genannten "Leuchtturmprojekten", die nach Einschätzung der Regierung die Märkte der Zukunft bestimmen, sagte Wöhrl. Um gemeinsam mit der Wirtschaft die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen, werde die Regierung bis 2010 sechs Milliarden Euro zusätzlich in die "Leuchtturmprojekte" stecken. "Allein die schiffbaulichen und maritimen Innovationsförderprogramme werden von 2006 bis 2009 um mehr als 40 Millionen Euro auf rund 150 Millionen Euro aufgestockt", sagte Wöhrl.

Der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) wies auf die großen Erfolge der bisherigen maritimen Konferenzen und den anhaltenden Boom dieses Wirtschaftszweiges hin. "Die maritime Wirtschaft ist einer der großen Profiteure der Globalisierung und wird auch weiterhin vom wachsenden Welthandel profitieren." So werde der weltweite Containerverkehr bis zum Jahr 2015 um jährlich rund neun Prozent wachsen und sich damit gegenüber heute mehr als verdoppeln. Davon profitierten sowohl die Werften, als auch die Reedereien wie auch die Häfen und Logistikzentren. "Am meisten profitieren von unseren Leistungen aber die Industrie- und Handelsunternehmen, deren Güter wir transportieren", sagte Uldall.

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