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Neue Studie: Ab 3347 Euro im Monat gilt man als reich

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Von: Matthias Schneider

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In den USA und Deutschland sind zuletzt die Forderung nach einer höheren Reichensteuer immer lauter geworden. Doch die könnte mehr Menschen betreffen, als gedacht.

München - Die wenigsten Deutschen würden sich selbst als besonders wohlhabend bezeichnen. Tatsächlich ist rechnerisch jeder achte reich. Das hat die Schippke Wirtschaftsberatung berechnet. Demnach gehört ein Single-Haushalt mit einem Nettoeinkommen von rund 3350 Euro zu den reichsten 12 Prozent aller Bundesbürger. Das sind laut dem Brutto-Netto-Rechner von Sparkasse.de rund 5600 Euro auf dem Gehaltszettel.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 15.12.2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Paare unterm Strich besonders reich

Bei Zwei-Personen-Haushalten reicht sogar schon weniger, um als reich zu gelten: Laut Schippke muss jeder Partner ein Einkommen von netto 2500 Euro erzielen, um als reich zu gelten. Denn ein Paar braucht nur etwa 1,5 Mal so viel Geld, wie zwei Singles. Das liegt daran, dass sie sich viele Kosten teilen können. Laut dem Sparkassenrechner muss jeder Partner brutto 4000 Euro verdienen, um zu den Reichen zu gehören. Gleichzeitig will die Ampel-Regierung dem steuerlich attraktiven Ehegatten-Splitting einen Riegel vorschieben.

Reichensteuer: Wer ist betroffen?

Immer wieder wird eine höhere Besteuerung von Reichen gefordert, zuletzt stand Tesla-Chef Elon Musk in der Kritik. In Deutschland wollten zuletzt die Grünen den Spitzensteuersatz auf 48 Prozent erhöhen. Aktuell zahlen Gutverdiener 42 Prozent. Der Satz greift aktuell ab einem Jahresbruttoeinkommen von 57.919 Euro, also monatlich rund 4900 Euro. Der Schwellenwert wird kommendes Jahr auf 58.597 Euro angehoben. Der Reichensteuersatz von 45 Prozent wird ab einem Jahreseinkommen von 274.613 fällig, im kommenden Jahr sind es 277.826 Euro fällig. Im Monat sind das jeweils über 23.000 Euro. Für Ehepaare gilt jeweils der doppelte Wert.

Die Grenzen für Spitzen- und Reichensteuersatz liegen bisher niedriger, Einkommen die knapp über der Grenze liegen, werden also entlastet. Gegen mögliche Erhöhungen gibt es Widerstand, denn immer Deutsche zahlen den Spitzensteuersatz. Lesen Sie hier, wie Sie von den Steuerplänen der Ampel-Regierung profitieren.

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