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Liang Wengen ist der reichste Chinese

Das ist der reichste Chinese

Peking - Liang Wengen ist der reichste Chinese. Mit umgerchnet 7,78 Milliarden Euro stieß er Zong Qinghou von Platz eins der Reichen-Liste des Hurun-Magazins. Womit er sein Geld verdient:

Die Zahl der Dollar-Milliardäre hat sich in China in nur zwei Jahren auf 271 verdoppelt. An der Spitze der diesjährigen Liste der reichsten Chinesen steht Liang Wengen, Chef des chinesischen Schwermaschinenherstellers Sany Group. Das geht aus der Aufstellung hervor, die das “Hurun“-Magazin am Mittwoch veröffentlichte. Liang Wengen besitzt einen Anteil von 58 Prozent an der Sany Group.

Durch den Bauboom in China und den Anstieg seiner Aktien sei das Vermögen des 55-Jährigen auf 70 Milliarden Yuan angeschwollen - heute umgerechnet 7,78 Milliarden Euro. Der Weltmarktführer für Betonpumpen baut gerade für 100 Millionen Euro in Bedburg bei Köln eine Europazentrale und eine neue Fertigungsstätte. Es ist die bisher größte chinesische Investition in Europa.

“Chinas Reiche trotzten der globalen Finanzkrise mit einem weiteren Rekordjahr“, sagte der Brite Rubert Hoogewerf, der seit 1999 die Liste zusammenstellt. Der Bauboom, wachsender Einzelhandel und Börsengänge seien die Motoren gewesen. 29 der 50 Superreichen hätten Immobilien als Quelle ihres Reichtums angegeben.

Im Schnitt besäßen die 1000 reichsten Chinesen 924 Millionen US-Dollar. Die Zahl der bekannten US-Dollar-Milliardäre sei in einem Jahr von 189 auf 271 gestiegen. Da die Superreichen vielfach ihre Vermögen versteckten, um nicht aufzufallen, dürfte ihre Zahl in Wirklichkeit “fast doppelt so groß“ sein, sagte Hoogewerf.

Forbes-Liste: Die reichsten Menschen der Welt 2011

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Der bisher reichste Chinese Zong Qinghou, Gründer des Getränkeherstellers Wahaha, musste in diesem Jahr knapp mit Platz Zwei vorliebnehmen. Das Eigentum des 66-Jährigen und seiner Familie beträgt demnach 68 Milliarden Yuan (7,56 Milliarden Euro).

Jüngster unter den ersten Zehn ist der 43-jährige Chef der Suchmaschine Baidu, Robin Li Yanhong. Der Internet-Unternehmer kam mit 56 Milliarden Yuan (6,2 Milliarden Euro) auf den dritten Platz. Seit dem Rückzug von Google aus Protest gegen die Zensur in China im vergangenen Jahr hat seine Suchmaschine praktisch ein Monopol.

Der “Hurun“-Bericht gibt die Zahl der Chinesen, die rund zehn Millionen Yuan oder 1,1 Millionen Euro besitzen, mit 960 000 an. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent oder 85 000 gestiegen. Um in die Liste der 1000 Superreichen zu gelangen, sind heute schon umgerechnet 310 Millionen US-Dollar nötig. Im Vorjahr reichten noch 220 Millionen US-Dollar.

dpa

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