Reiselust der Deutschen wieder erwacht

- Wiesbaden - Die Reiselust der Bundesbürger ist auch dank des Billigfliegerbooms wieder erwacht: Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete, dass im ersten Halbjahr 2003 rund 22,2 Millionen Fluggäste von Deutschland zu einem Auslandsziel reisten. Das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, aber immer noch etwas weniger als im Boomjahr 2001, als mit 23,4 Millionen Flugpassagieren im ersten Halbjahr der Höchststand erreicht wurde.

<P>Zulegen konnten aber vor allem auch die Inlandsflüge: 10,5 Millionen reisten per Flieger zu einem Inlandsziel, ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2002. In- und Auslandsflüge zusammen genommen stieg die Zahl der Fluggäste um 3,4 Prozent auf 32,7 Millionen.</P><P>Einen enormen Anstieg verzeichneten die Flüge in Richtung Italien (plus 14 Prozent auf 1,683 Millionen) und Österreich (plus 13,8 Prozent auf 769 000). Auch das beliebte deutsche Reiseziel Spanien konnte zulegen, wenngleich mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 3,978 Millionen nicht ganz so stark.</P><P>Deutliche Rückgänge musste dagegen die Türkei hinnehmen: Minus 14,2 Prozent auf 1,532 Millionen Fluggäste zählte das Bundesamt. Auch Afrika war nicht mehr so als Ziel gefragt. So reisten 19,5 Prozent weniger nach Ägypten (316 000) und 34,2 Prozent weniger nach Tunesien (195 000).</P><P>Gebeutelt waren dagegen im ersten Halbjahr 2003 die mit der Lungenseuche Sars in die Schlagzeilen geratenen Länder China (minus 20,8 Prozent), Hongkong (minus 42,4 Prozent), Japan (minus 11,9 Prozent), Singapur (minus 16,0 Prozent) und Thailand (minus 13,9 Prozent).</P>

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