Reiseriese Tui erklärt die Flaute für beendet

- Hannover - Der weltgrößte Touristikkonzern Tui hat nach zwei Flautejahren die Krise in der Reisebranche für beendet erklärt: "Der bisherige Geschäftsverlauf signalisiert eine deutliche Belebung des Umsatzes und auch des Ertrages. Wir wachsen wieder", sagte Konzernchef Michael Frenzel. Die Buchungen für den Sommer lägen zurzeit um 2,4 Prozent über dem Vorjahr, die zu Ende gehende Wintersaison bei 6,2 Prozent.

<P>Für das Touristik-Ergebnis 2004 erwartet Tui ein Wachstum von "deutlich über 11 Prozent", sagte Finanzvorstand Rainer Feuerhake. Tui hatte 2003 im Kerngeschäft Touristik einen Gewinneinbruch von fast 40 Prozent auf 208 Millionen Euro hinnehmen müssen. Mit kräftig gestiegenen Gewinnen aus der Logistiksparte und Firmenverkäufen hat der Konzern aber trotzdem ein Plus im Gewinn vor Steuern und Abschreibungen von fast 60 Prozent auf 913 Millionen Euro erreicht. Der Umsatz fiel um 5,4 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro.</P><P>Irak-Krieg, SARS und die Nachfrageschwäche haben dem Reisekonzern das Jahr 2003 in der Touristik jedoch verdorben. Im Kerngeschäft hat Tui 2003 vor allem im wichtigsten Markt Europa Mitte - dazu zählt auch Deutschland - gelitten, wo der Gewinn um 116 Prozent einbrach und damit bei minus 16,5 Millionen Euro landete. Im laufenden Jahr soll dieser wichtigste Markt wieder positive Zahlen schreiben.</P><P>Besonders gut lief die Containerschifffahrt der gleichnamigen Reedereitochter Hapag-Lloyd, die um 108 Prozent auf 252 Millionen Euro beim Ertrag zulegte. Tui will trotzdem einen Teil von Hapag-Lloyd über die Börse verkaufen. Frenzel kündigte an, dass auf der Hauptversammlung ein Verkauf bis zu 49,9 Prozent beantragt werden soll.</P><P>Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern sprang auf 315 Millionen Euro, nachdem dieser Wert 2002 wegen ungewöhnlicher Steuerbelastungen und Sonderabschreibungen nur 40 Millionen Euro betragen hatte.</P>

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