Rekordbonus für BMW-Mitarbeiter

München – Noch wird die Zahl geheimgehalten. Doch nach dem gestern von BMW verkündeten Rekord bei Gewinn und Dividende gilt als sicher, dass auch die Mitarbeiter mit der bislang höchsten Gewinnbeteiligung von den Erfolgen des bayerischen Autobauers profitieren werden.

BMW hat 2010 mit einem Gewinn von 3,2 Milliarden Euro den bisherigen Spitzenwert aus dem Jahr 2007 knapp übertroffen. Deutlicher noch soll die Dividende sich vom bisherigen Rekordwert absetzen. Für 2007 wurden 1,06 Euro pro Stammaktie ausgeschüttet, für 2010 sollen es 1,30 Euro sein.

Erzrivale Audi hat bereit eine Summe von durchschnittlich 6513 Euro Beteiligung pro Mitarbeiter vorgegeben, die damit als Messlatte im Raum steht. Das könnte BMW noch übertreffen, wenn die Mitarbeiterbeteiligung wie die Dividende um 22 Prozent über dem bisherigen Spitzenwert von 2007 liegen würde. Damals bekamen die Mitarbeiter im Durchschnitt 5600 Euro. Rechnerisch wären das für 2010 knapp 7000 Euro.

Die Beteiligung der Mitarbeiter wird bei BMW unter anderem nach Unternehmensgewinn, Grundgehalt und Betriebszugehörigkeit errechnet. Die Details werden ab heute auf Betriebsversammlungen an den deutschen Standorten des Konzerns bekanntgegeben. 2008 und 2009 war die Beteiligung wegen des zu geringen Gewinns ganz ausgefallen.

Der Münchner Automobilkonzern galt bislang bei der Erfolgsbeteiligung als Vorreiter in Deutschland. Doch mittlerweile setzen auch andere Unternehmen auf dieses Motivations-Instrument. Volkswagen beispielsweise schüttet 4000 Euro an jeden deutschen Mitarbeiter aus. Auch Siemens hat erstmals eine Beteiligung beschlossen. Diese liegt weltweit durchschnittlich bei knapp 800 und in Deutschland bei 1000 Euro, summiert sich bei über 400 000 Siemensianern auf 310 Millionen Euro. Mitarbeiter der Allianz bekommen zwischen 0,5 und 0,96 Bruttomonatsgehälter zusätzlich. Beim Sportartikelhersteller Adidas werden an die Mitarbeiter durchschnittlich 2000 Euro ausgeschüttet.

mp

Rubriklistenbild: © BMW

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