Rekorde auf der Games Convention

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Leipzig (dpa) - Dank des Computerspiele-Booms startet die Games Convention (GC) mit Rekordzahlen in ihre siebte und vielleicht letzte Auflage in Leipzig.

Bis Sonntag präsentieren 547 Aussteller (2007: 503) ihre Neuheiten rund um das digitale Spielen, wie die Leipziger Messe am Mittwoch zum Auftakt des Fachbesuchertages mitteilte. Die Veranstalter erwarten rund 300 Premieren. Die GC ist von Donnerstag an fürs Publikum geöffnet. Es werden mehr als 200 000 Besucher erwartet. "Leipzig ist in diesen Tagen das Gravitationszentrum der europäischen Spieleindustrie", sagte Messe-Chef Wolfgang Marzin.

Die Branche befindet sich im Umbruch. Mittlerweile sei rund ein Drittel der Kunden weiblich, berichtete der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU). Bei mobilen Konsolen seien Spielerinnen sogar erstmals mit 54 Prozent in der Mehrheit. "Das zeigt, dass die Branche Erfolg mit innovativen Unterhaltungsangeboten für neue Zielgruppen hat", sagte Wolters. "Die Begeisterung für Unterhaltungssoftware kennt kein Geschlecht oder Alter", sagte Wolters. "Genau hier liegen die Chancen für die nächsten Jahre."

Nach wie vor große Bedeutung für die Branche haben aber die eingefleischten Spieler, die sogenannten Hardcore Gamer. Die Hersteller stellen zahlreiche neue Action- und Ballerspiele vor, die sich an die Kernzielgruppe richten. Prozessorhersteller Intel zeigte mit dem "Intel Core 2 Extreme QX 9300 Quadcore" den ersten Quadcore-Prozessor für Notebooks, der aufwändige Spiele und Multimedia-Anwendungen auch auf mobilen Geräten ermöglichen soll.

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz mit digitalen Spielen um 16 Prozent auf 645 Millionen Euro, sagte BIU-Chef Wolters. Bei Konsolenspielen sei der Umsatz um 53 Prozent auf 289 Millionen Euro gestiegen. "Hier gab es im Vergleich zum Ausland einen erheblichen Nachholbedarf", sagte Wolters. Dagegen ging der Umsatz bei PC-Spielen um 21 Prozent auf 185 Millionen Euro zurück.

Ob die GC auch im kommenden Jahr in Leipzig stattfindet, ist noch unklar. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), bislang Kooperationspartner bei der Spiele-Schau, will vom kommenden Jahr an eine neue Messe in Köln aufbauen. Zur Zukunft der GC wollte sich Messe-Chef Marzin am Mittwoch nicht äußern. Er verwies auf die Abschluss-Pressekonferenz an diesem Sonntag. Der Branchenverband sieht in Köln größeres Wachstumspotenzial.

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