Die Rekordjagd geht weiter: BMW und Porsche geben Gas

Auf der Überholspur: - München/Stuttgart - BMW und Porsche bleiben auf der Überholspur. Die Münchner verkündeten für das vergangene Jahr einen Umsatzrekord und rechnen auch beim Gewinn mit einem Spitzenwert. Die Stuttgarter steuern ebenfalls auf das höchste Ergebnis ihrer Geschichte zu.

Bei BMW seien die Erlöse 2006 um 5 Prozent auf 49 Milliarden Euro geklettert, teilte das Unternehmen mit. Beim Gewinn vor Steuern werde unverändert mit einem Rekordwert von vier Milliarden (Vorjahr: knapp 3,3 Mrd.) Euro gerechnet. Die endgültigen Zahlen will BMW im März vorlegen.

Die Auslieferungen von Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce legten im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent zu auf 1,37 Millionen Fahrzeuge zu. "Das Geschäftsjahr 2006 ist das bislang beste in der Unternehmensgeschichte", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer. Bei der Vorlage durchwachsener Quartalszahlen im November hatte Reithofer die Gewinnprognose für 2006 noch als "außerordentlich ambitioniert" bezeichnet. Nun erklärte er, es sei gelungen, Belastungen durch höhere Währungseffekte und höhere Rohstoffpreise weitgehend durch das Absatzwachstum und interne Effizienzsteigerungen auszugleichen.

Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche steuert mit Vollgas auf einen neuen Rekordgewinn zu. Im ersten Geschäftshalbjahr wurde ein überraschend hoher Gewinnsprung verbucht. Vor allem Sondererlöse im Zusammenhang mit der Beteiligung an VW haben den Vorsteuergewinn um mehr als das Fünffache auf 1,45 Milliarden Euro steigen lassen, teilte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auf der Hauptversammlung am Freitag mit.

Der Autobauer erhöhte auch seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2006/07 (31. Juli). "Wenn bei VW oder beim VW-Kurs nichts Überraschendes geschieht, werden wir das Rekordergebnis des Vorjahres von 2,1 Milliarden Euro wieder einmal übertreffen", sagte Wiedeking. Noch im Dezember hatte er erklärt, dieser Rekord werde sich in diesem Jahr nicht wiederholen lassen.

Gleichzeitig zog Wiedeking eine positive Bilanz des Einstiegs von Porsche bei Volkswagen. "Heute kann jeder am aktuellen Volkswagen-Kurs nachlesen, dass unser Investment zwischenzeitlich über eine Milliarde Euro an Wert gestiegen ist", erklärte er.

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