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Merkur-Redakteurin Corinna Maier.

Kommentar

Rekordstrafe für Google: Sternstunden der EU

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Die Milliarden-Strafe gegen Google ist eine Sternstunde der Europäischen Union. Wenn Unternehmen Märkte dominieren, muss es eine so mächtige Instanz geben. Ein Kommentar von Merkur-Redakteurin Corinna Maier.

Die EU-Kommission traut sich was: 2,4 Milliarden Euro muss der Suchmaschinen-Gigant Google zahlen, weil er Konkurrenten systematisch benachteiligt haben soll. Im vergangenen Jahr hatte die unerschrockene Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager dem iPhone-Konzern Apple eine zweistellige Milliardensumme an Steuernachzahlungen aufgebrummt, und auch der Handelsriese Amazon hat bereits erfahren, dass Europa es manchmal durchaus ernst meint mit seinem – in den Augen der Internet-Überflieger vielleicht kleinlichen – Regelwerk.

Doch das sind tatsächlich Sternstunden der Europäischen Union. Kein Land allein wäre in der Lage, einem übermächtigen Konzern wie Google, der das Leben der Bürger wie kaum ein zweiter beeinflusst, die Stirn zu bieten. Mit europäischer Missgunst hat das nichts zu tun. Wenn aber Unternehmen Märkte dominieren, muss es eine mächtige Instanz geben, die sicherstellt, dass auch die Konkurrenten noch eine Chance haben und der Wettbewerb fair bleibt. Ein klarer Fall für die EU mit ihren über 500 Millionen potenziellen Kunden – und ein Auftrag, den sie offensichtlich zunehmend überzeugend angenommen hat.

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