+
Trotz des Rekordabsatzes bei Renault bekommt Chef Carlos Ghosn weniger Geld. Foto: Franck Robichon

Renault kürzt Gehalt seines Chefs

Paris (dpa) - Der Autobauer Renault hat im Streit mit der französischen Regierung über das Gehalt seines Chefs Carlos Ghosn Zugeständnisse gemacht. Der variable Vergütungsanteil werde für dieses Jahr um 20 Prozent verringert, erklärte Renault.

Zudem habe Ghosn angekündigt, jedes Jahr eine Million Euro für Aktionen der Renault-Stiftung zur Verfügung zu stellen. Ghosn bekam im vergangenen Jahr ein fixes Gehalt von 1,2 Millionen Euro, die variable Vergütung lag bei knapp 1,8 Millionen Euro.

Oben drauf kam eine erfolgsabhängige Aktienvergütung im Wert von knapp 4,2 Millionen Euro - die Regeln für dieses "langfristige Element" bleiben laut der Mitteilung vom Mittwochabend unverändert.

Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron hatte im Mai Konsequenzen gefordert, nachdem der Verwaltungsrat von Renault diese Vergütung gegen ein Votum der Aktionäre bestätigt hatte.

Der Autobauer erhielt im ersten Halbjahr Rückenwind von einem neuen Absatzrekord, der Konzerngewinn stieg unter dem Strich um 8,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Die Zahl der Neuzulassungen legte laut den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen weltweit auf 1,6 Millionen Fahrzeuge zu. Das sind 13,4 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres und nach eigenen Angaben ein neuer Höchststand für die Franzosen. Der Umsatz wuchs um 13,5 Prozent auf gut 25 Milliarden Euro.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mehr Geld für Einzelhandels-Beschäftigte im Südwesten
Sechs Runden haben die Verhandlungspartner gebraucht, nun steht der Tarifabschluss für den Einzelhandel in Baden-Württemberg. Für die übrigen Bezirke in ganz Deutschland …
Mehr Geld für Einzelhandels-Beschäftigte im Südwesten
Illegale Abgas-Software bei Porsche - Kartell-Ärger in den USA
Der Diesel-Skandal nimmt kein Ende: Auch bei Porsche wurde nun eine illegale Abgas-Software entdeckt. Ein Rückruf wurde angeordnet. Aber auch aus den USA droht Ungemach.
Illegale Abgas-Software bei Porsche - Kartell-Ärger in den USA
Zulassungsverbot für Porsche Cayenne wegen Diesel-Software
Erst Volkswagen, dann Audi, nun Porsche: Auch beim Geländewagen Cayenne ist eine illegale Abschalttechnik bei der Abgasreinigung aufgetaucht. Das hat nun sogar Folgen …
Zulassungsverbot für Porsche Cayenne wegen Diesel-Software
VW will insgesamt vier Millionen Diesel-Autos nachrüsten
Dieselkrise, Kartellvorwürfe, drohende Fahrverbote: VW will das Steuer herumreißen und bietet an, nun insgesamt vier Millionen Autos nachzurüsten. Trotz aller …
VW will insgesamt vier Millionen Diesel-Autos nachrüsten

Kommentare