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Rente 2022: Das ändert sich in diesem Jahr

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Für Rentner gibt es 2022 zahlreiche Neuerungen.
Für Rentner gibt es 2022 zahlreiche, wichtige Neuerungen. © Imago

In diesem Jahr gibt es zahlreiche Neuerungen bei der Renten. Was Ruheständler jetzt wissen müssen.

München - Neues Jahr, neues Glück, neue Regeln: Pünktlich zum ersten Januar treten in Deutschland traditionell viele gesetzliche Änderungen in Kraft. Für das Jahr 2022 betrifft das auch die Rente: Wie die Deutsche Rentenversicherung ausweist, gibt es im kommenden Jahr einige Änderungen bei Rentenalter, Rentenbeiträgen und Hinzuverdiensten.

Rentenalter: Grenze wird 2022 angehoben

Das reguläre Renteneintrittsalter steigt erneut an. Die Altersgrenze wird ab Januar auf 65 Jahre und 11 Monate angehoben. Diese Anhebung betrifft vor allem Versicherte, die 1957 geboren wurden und im kommenden Jahr 65 Jahre alt werden. Für Beitragszahler, die nach 1975 geboren wurden, wird das Einstiegsalter noch weiter ansteigen: Bis zum Jahr 2031 soll die Altersgrenze auf 67 angehoben werden.

Auch für die „Rente ab 63“ für langjährige Versicherte, die mindestens 45 Jahre in einer gesetzlichen Rentenversicherung versichert waren, steigt das Renteneintrittsalter. Ab Januar liegt dieses bei 64 Jahren und zwei Monaten. Versicherte können sich hier auf weitere Anstiege einstellen: Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte soll bis 2029 auf 65 Jahre angehoben werden.

Rente 2022: Stabiler Beitragssatz, Rentenerhöhungen und höherer Hinzuverdienst

Aufatmen können Beitragszahler und Rentenempfänger trotzdem: Der Rentenbeitrag von 18,6 Prozent für Arbeitnehmer bleibt bestehen. Etwas mehr Geld gibt es dafür für Rentner und Rentnerinnen: Im Juli sollen die Renten um 4,4 Prozent ansteigen. Geplant war für 2022 ursprünglich ein Anstieg um 5,2 Prozent im Westen und 5,9 Prozent im Osten. Grund für den geringen Anstieg der Renten ist der Beschluss der Ampel-Koalition, den sogenannten Nachholfaktor wieder einzuführen.

Eine weitere Änderung aufgrund der Corona-Pandemie bleibt die höhere Hinzuverdienstgrenze für vorzeitige Altersrenten. Auch 2022 bleibt die Hinzuverdienstgrenze bei 46.060 Euro. Für das Jahr 2020 wurde diese aufgrund des durch die Covid-19-Pandemie gestiegenen Bedarfs an medizinischem Personal von 6300 Euro auf 44.590 Euro erhöht, um die Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern. „Ab 2023 gilt voraussichtlich wieder die ursprüngliche Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro pro Kalenderjahr“, informiert die Deutsche Rentenversicherung.

Änderungen bei der Rente: Neurentner müssen mehr zahlen

Eine weitere Neuerung gibt es bei der Beitragsbemessungsgrenze. 2022 soll die in den alten Bundesländern von monatlich 100 auf 7050 Euro sinken und in den neuen Bundesländern von monatlich 6700 auf 6750 Euro steigen. Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt den Höchstbetrag, bis zu dem Arbeitseinkommen bei der Berechnung des Rentenversicherungsbeitrags berücksichtigt wird.

Für Neurentner gilt ab Januar ein höherer Steueranteil: Ab Januar 2022 steigt der steuerpflichtige Rentenanteil von 81 auf 82 Prozent. Damit bleiben nur 18 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente steuerfrei. Für Bestandsrenten ändert sich der festgesetzte steuerfreie Rentenbetrag nicht. (sf)

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