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Wie hoch wird Ihre Rente ausfallen? Diese Zahl in der Renteninformation verrät es Ihnen

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Von: Markus Hofstetter

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Kopf der Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung
Die Renteninformation sagt Ihnen, wie viel Rente Sie voraussichtlich erhalten werden  © Thomas Trutschel/photothek.de via www.imago-images.de

Die Renteninformation enthält viele verwirrende Zahlen. Wir zeigen Ihnen, welche von diesen Ihnen die Höhe Ihre zukünftigen Rente verrät.

Berlin - Jede bei der Deutschen Rentensicherung (DRV) versicherte Person erhält automatisch ab dem 27. Lebensjahr jährlich die sogenannte Renteninformation zugeschickt. Eine weitere Voraussetzung ist, dass mindestens fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt wurde, da man sonst nicht rentenbezugsberechtigt ist.

Der erste Blick auf die Renteninformation mag zwar verwirren. Dennoch sollte man sich eingehend damit befassen, da sie wertvolle Einblicke in die Finanzsituation im Alter bietet.

Renteninformation verstehen: Renteneintrittsalter herausfinden

Zunächst einmal Grundsätzliches. Oben links finden Sie Ihre Versicherungsnummer, die Sie für jegliche Kommunikation mit der DRV benötigen. Rechts oben steht die die für Sie zuständige Regionalgeschäftsstelle inklusive Kontaktdaten.

Im ersten Abschnitt steht, in welchem Zeitraum Sie bisher in die Rentenkasse eingezahlt haben und ab wann Sie Ihre Regelaltersrente erhalten können. Nicht berücksichtigt sind Sonderreglungen wie Frührente* oder Altersteilzeit.

Renteninformation mit Erklärungen
Dank der Renteninformation kann man einschätzen, ob die Rente reicht oder ob man zusätzlich vorsorgen muss © Deutsche Rentenversicherung

Interessant wird es in den weiteren Abschnitten. Hier erfahren Sie die Höhe ihrer möglichen Rentenzahlungen unter verschiedenen Voraussetzungen.

Renteninformation verstehen: Höhe der Erwerbsminderungsrente

Da gibt es zum einen die Rente* wegen voller Erwerbsminderung. Das ist die Höhe der monatliche Zahlung, wenn Sie ab heute aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können. Dazu müssen Sie allerdings zu 100 Prozent erwerbsunfähig sein. Eine Berufsunfähigkeit fällt nicht darunter.

Die Erwerbsminderungsrente errechnet sich nicht nur aus der Zeit, in der Sie in die Rentenkasse eingezahlt haben. Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2021 wird vielmehr so gerechnet, als hätten Sie weiterhin bis zum Alter von 65 Jahren und zehn Monaten gearbeitet und entsprechend Beiträge eingezahlt. Für spätere Rentenzugänge wird diese sogenannte Zurechnungszeit schritt­weise auf das 67. Lebensjahr angehoben

Renteninformation verstehen: Bisher erreichte Rentenanwartschaft

Es folgt die Höhe des Rentenanspruches, den Sie bisher erworben haben, ohne weitere Einzahlungen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie ins Ausland gehen und nicht mehr in die Rentenkasse einzahlen. Das Geld gibt es natürlich auch erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze*.

Renteninformation verstehen: Höhe der Regelaltersrente ohne Anpassungen

Erst nun folgt die Höhe der tatsächlichen, voraussichtlichen Regelaltersrente. Die Zahlung wird erfolgen, wenn Sie bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze genauso viel verdienen wie im Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Nicht berücksichtigt sind mögliche Minderungen durch Zahlungsausfälle sowie Erhöhungen durch Gehaltssteigerungen.

Dabei handelt es sich um die Brutto-Rente. Denn darauf sind Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls Steuern zu zahlen.

Renteninformation verstehen: Berücksichtigung der Rentenanpassung

Wie die DRV in der Renteninformation selbst zugibt, ist die genannte Summe nur eine Schätzung, da die Entwicklung nicht vorausgesehen werden kann. Darum wird auch eine Rentenanpassung angegeben. Da die Höhe der Bezüge an den Durchschnittslohn gekoppelt ist, ist in den vergangenen Jahren die Höhe der Rente mal mehr, mal weniger gestiegen. In der Renteninformation erfahren Sie, wie hoch Ihre Bezüge wären, würde die Rente jährlich um ein beziehungsweise zwei Prozent angehoben.

Wichtig ist zu beachten, dass dabei der Kaufkraftverlust nicht eingerechnet ist. So sind bei einer Inflation von 2,0 Prozent im Jahr 100 Euro in zehn Jahren nur noch rund 82 Euro wert. Die DRV rät, diesen Kaufkraftverlust auch bei der privaten Vorsorge zur berücksichtigen. Diese wird empfohlen, da die Renten im Vergleich zu den Löhnen künftig geringer steigen werden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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