Gut vorgesorgt in Rente

Rentenversicherung verkündet neues, kostenloses Angebot, das Sie nutzen sollten

„Die Rente ist sicher.“ Doch im Alter reicht sie oft nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Eigene Vorsorge schadet deswegen nicht. Die Deutsche Rentenversicherung erklärt, wie‘s geht.
Rentenversicherung verkündet neues, kostenloses Angebot, das Sie nutzen sollten

Ruhestand

Diabetes, Rheuma oder Asthma: Mit diesen Erkrankungen gehen Sie früher in Rente - ohne Abschlag
Diabetes, Rheuma oder Asthma: Mit diesen Erkrankungen gehen Sie früher in Rente - ohne Abschlag

Ruhestand

Sozial-Verband warnt Rentner in Pflegeheimen: „Schauen Sie auf Ihre Konto-Auszüge“
Sozial-Verband warnt Rentner in Pflegeheimen: „Schauen Sie auf Ihre Konto-Auszüge“

Rente: Eintrittsalter, Rentenberechnung und Wissenswertes rund um das deutsche Rentensystem

Die Rente erhalten Arbeitnehmer in Deutschland ab einem gewissen Eintrittsalter. Wie hoch die Bezüge ausfallen, hängt davon ab, wie viel eingezahlt wurde. Wer während seines gesamten Berufslebens in die staatliche Rentenkasse eingezahlt hat, kann mit Eintritt in ein bestimmtes Alter seine Rente beanspruchen. Auch bei Erwerbsminderung sowie an Witwen und Waisen wird eine Rente gezahlt. Das Renteneintrittsalter kann variieren, so ist unter gewissen Umständen auch eine Frührente mit 63 Jahren möglich. Dabei werden allerdings Leistungen gekürzt, um die fehlende Einzahlungen und die längere Rentenauszahlung zu relativieren. Private Altersvorsorge oder die Riester Rente sind weitere Bausteine, die das Auskommen nach dem Arbeitsleben sichern können.

Rente soll im Sommer deutlich steigen – Tabelle zeigt, wie viel Geld es ab Juli gibt

Rentner erhalten ab dem Sommer mehr Geld. Das teilte das Bundesarbeitsministerium am Montag überraschend mit.
Rente soll im Sommer deutlich steigen – Tabelle zeigt, wie viel Geld es ab Juli gibt

Wohnungsnot: Immo-Experten machen radikalen Vorschlag - und nehmen dabei vor allem Rentner ins Visier

Überall in Deutschland fehlt Wohnraum. Dabei gibt es eigentlich genug Wohnungen, sagen Wissenschaftler jetzt und bringen höhere Mieten ins Spiel.
Wohnungsnot: Immo-Experten machen radikalen Vorschlag - und nehmen dabei vor allem Rentner ins Visier

Rentner gibt sich als „tattriger, gebrechlicher Greis“ und überlistet Telefon-Betrüger

Telefon-Betrüger haben es vor allem auf Rentner abgesehen und geben sich meist als Enkel aus. Nun überlistet ein Rentner die Betrüger dank Schauspielkunst.
Rentner gibt sich als „tattriger, gebrechlicher Greis“ und überlistet Telefon-Betrüger

Altersvorsorge: Was passiert mit meiner Rente nach der Scheidung?

Ehepaare, die jahrelang zusammen vorgesorgt haben, müssen im Scheidungsfall die Finanzen aufteilen. Das gilt auch für die Rente.
Altersvorsorge: Was passiert mit meiner Rente nach der Scheidung?

Die Top 10 der besten Länder für die Rente im Ausland

Wer den Ruhestand im Paradies verbringen will, wird hier fündig: Der „Global Retirement Index 2023“ hat sein jährliches Ranking herausgebracht. Diese zehn Länder bieten …
Die Top 10 der besten Länder für die Rente im Ausland

DRV-Präsidentin verspricht: Rente vor „ordentlichem“ Anstieg - Tabelle zeigt, wie viel es ab Juli gibt

Die Zahl der Rentner:innen in Deutschland steigt immer weiter. Trotzdem sieht die Kassenlage gut aus, erklärt die Präsidentin der Rentenversicherung und macht Hoffnung …
DRV-Präsidentin verspricht: Rente vor „ordentlichem“ Anstieg - Tabelle zeigt, wie viel es ab Juli gibt

Satte Erhöhung: Rentner müssen für Betriebsrenten-Zuschuss selbst aktiv werden

Alle drei Jahre sollten sich Betriebsrenten an die Inflation anpassen. Doch das ist nicht immer der Fall, gegebenenfalls müssen Rentner ihr Recht einfordern.
Satte Erhöhung: Rentner müssen für Betriebsrenten-Zuschuss selbst aktiv werden

Bei 1800 Euro Rente: Rentner müssen so viel Steuern zahlen

Auch Rentnerinnen und Rentner müssen immer häufiger Steuern bezahlen. Wie viel, hängt von mehreren Faktoren ab. Eine Musterrechnung.
Bei 1800 Euro Rente: Rentner müssen so viel Steuern zahlen

„Spürbare Erhöhung“ der Rente – Tabelle zeigt, wie viel es in diesem Jahr gibt

Nachrichten für Rentnerinnen und Rentner in Deutschland. Die Bezüge sollen sich 2023 erhöhen. Eine Tabelle zeigt, um wie viel.
„Spürbare Erhöhung“ der Rente – Tabelle zeigt, wie viel es in diesem Jahr gibt

Protest gegen Rentenreform: Mehr als 140 Festnahmen in Paris

Macrons umstrittene Rentenreform ist verabschiedet, doch das Thema ist längst nicht vom Tisch. Viele Bürgerinnen und Bürger protestieren - und auch die Opposition will …
Protest gegen Rentenreform: Mehr als 140 Festnahmen in Paris

Rentner-Paar lebt für 1200 Euro im Paradies: In Deutschland „undenkbar“

Immer mehr Rentner zieht es ins Ausland – dort locken günstigere Lebenshaltungskosten und niedrigere Steuern. So hat es auch ein Paar aus Ulm nach Griechenland …
Rentner-Paar lebt für 1200 Euro im Paradies: In Deutschland „undenkbar“

„Ordentliches Plus“ für Rentnerinnen und Rentner

Jetzt ist klar, wie stark die Renten in diesem Sommer steigen. Erstmals wird dann in Ost- und Westdeutschland der gleich hohe Rentenwert gelten. Doch die Inflation …
„Ordentliches Plus“ für Rentnerinnen und Rentner

Frankreich: Rentenrefom beschlossen, Regierung abgestraft

Macrons umstrittene Rentenreform in Frankreich ist verabschiedet. Die Regierung wurde aber erneut abgestraft. Während die Opposition weitere Waffen zückt, muss Macron …
Frankreich: Rentenrefom beschlossen, Regierung abgestraft

Kaum Entlastung: Grundrente oft nur ein Zuschlag von einem Cent

Die Grundrente hilft am Ende nicht so vielen Menschen wie angekündigt. In vielen Fällen ist der Zuschlag vernichtend gering.
Kaum Entlastung: Grundrente oft nur ein Zuschlag von einem Cent

Krankenversicherung: Bis zu 150 Euro mehr – Einige Rentner müssen ab März draufzahlen

Seit März müssen auch Rentner in vielen Fällen höhere Beiträge zur Krankenversicherung bezahlen. Jetzt könnte sich ein Wechsel lohnen.
Krankenversicherung: Bis zu 150 Euro mehr – Einige Rentner müssen ab März draufzahlen

Renteneintritt: Wer 2023 abschlagsfrei in den Ruhestand gehen kann

2023 geht es weiter in Richtung „Rente mit 67“. Doch es gibt auch Möglichkeiten, sich früher in den Ruhestand zu verabschieden. Ein Überblick.
Renteneintritt: Wer 2023 abschlagsfrei in den Ruhestand gehen kann

Zuschüsse zur Rente: So bekommen Rentner 2023 mehr Geld

Viele Ruheständler kommen wegen der gestiegenen Kosten kaum mehr mit ihrer Rente aus. Es gibt einige Zuschüsse, die man dieses Jahr beantragen kann.
Zuschüsse zur Rente: So bekommen Rentner 2023 mehr Geld

Jungpolitiker fordert radikalen Renten-Umbau: Renten runter, Beiträge rauf

Das deutsche Rentensystem steht auf der Kippe. Eine Stiftung setzt sich dafür ein, die Rente auch für die nächsten Generationen zu sichern – mit radikalen Forderungen.
Jungpolitiker fordert radikalen Renten-Umbau: Renten runter, Beiträge rauf

Landtag lehnt Beitritt Sachsens zum Renten-Härtefallfonds ab

Der Sächsische Landtag hat erneut einen Beitritt des Freistaates zum Renten-Härtefallfonds des Bundes abgelehnt. Für einen entsprechenden Antrag der Linken votierte am …
Landtag lehnt Beitritt Sachsens zum Renten-Härtefallfonds ab

Rente: Wissenswertes über die Berechnung der Altersbezüge in Deutschland

Etwas für das Alter zurücklegen, mit Unterstützung des Arbeitgebers und des Staates, darum geht es bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Um beim Eintrittsalter eine gute Rente zu erhalten, müssen Arbeitnehmer und Freiberufler zuvor diszipliniert eingezahlt haben. Auch eine private Zusatzversicherung ist möglich.

Rente und deutsches Rentensystem verstehen


Die Rente ist aus der Sicht von Volkswirtschaftlern nach der Definition ein Einkommen, das man ohne Gegenleistung erhält. Hinsichtlich der Altersversorgung stimmt das allerdings so nicht, denn in diesem Fall zahlen die späteren Rentner allmonatlich in die Rentenkasse ein. Dank des Arbeitgeberanteils und der Zuschüsse durch den Staat ist auf diese Weise im besten Fall ein Leben ohne Einbußen möglich, wenn das Renteneintrittsalter erreicht ist.

Wissenswerte Fakten zur Rente:

• Die Beiträge, die die späteren Rentenbezüge ermöglichen, werden während des Berufslebens eingezahlt.
• Arbeitnehmer teilen sich die Beiträge mit dem Arbeitgeber.
• Die Rente wird ab dem gesetzlichen Renteneintrittsalter gezahlt, aber auch bei Erwerbsminderung und im Todesfall an Hinterbliebene.
• Die Konstruktion der Rentenversicherung ist die einer Umlageversicherung.

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland gibt es schon sehr viel länger als die Bundesrepublik. Bereits in den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts schuf Reichskanzler Otto von Bismarck die Grundlagen für die damals noch nicht sehr üppige Rente. Auch die ersten Kranken- und Unfallversicherungen gehen auf Bismarck zurück. Mit diesem ersten sozialen Netz sollten die negativen Folgen der Industrialisierung aufgefangen und soziale Unruhen verhindert werden.

Rente: Konstrukt und Arten von Bezügen


Die Deutsche Rentenversicherung ist der gemeinsame Name, unter dem verschiedene öffentlich-rechtliche Versicherungsträger zusammengefasst sind. Sie verwalten einen Teil des Sozialversicherungssystems, der vornehmlich der Absicherung im Alter dient. Zu den Beitragszahlern gehören Bundesbürger in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis ebenso wie selbstständig Tätige. Für die meisten von ihnen gilt eine Versicherungspflicht, doch auch die freiwillige Beitragszahlung ist möglich.

Wie alle Versicherer bezeichnet auch die Rentenversicherung den Eintritt der Leistung als sogenanntes Risiko – hierzu gehören:

• Altersrenten ab dem gesetzlichen Eintrittsalter
• Renten bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit
• Witwenrente
• Waisenrente

Die Voraussetzung für das Einsetzen der Auszahlung monatlicher Bezüge ist durch die persönliche Situation des Bezugsberechtigten bzw. dessen Hinterbliebenen und die versicherungsrechtliche Ausgestaltung der Rente definiert.

Rente: Woher kommt das Geld für die Renten?


Deutsche Renten werden auf der Basis eines Umlageverfahrens gezahlt. Das heißt in der Praxis, dass die eingezahlten Beträge nicht „zurückgelegt“ werden – stattdessen werden die Beitragszahlungen der Berufstätigen von heute dazu genutzt, gegenwärtigen Rentnern ihre Ruhegelder auszuzahlen. Umgekehrt ist jeder, der heute einzahlt, auf die Beiträge kommender Generationen angewiesen, weshalb auch vom Generationenvertrag die Rede ist. Angesichts des demografischen Wandels wird das Umlagesystem in seiner derzeitigen Form immer wieder hinterfragt. Eine mögliche Alternative wäre die Schaffung einer kapitalbildenden Rente, wie es beispielsweise in Ländern mit staatlichen Rentenfonds wie Norwegen oder Alaska der Fall ist.

Rente: Berechnung verständlich dargestellt


Wie hoch die eigene Rente ausfällt, hängt von den durch die eigene Leistung gesammelten „Entgeltpunkten“ ab. Die Berechnung der Rente scheint mitunter kompliziert – so findet man im Internet oft die Formel: Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x Rentenartfaktor x aktueller Rentenwert = Höhe der späteren Rente

Die „Entgeltpunkte“ sind die Relation zum sogenannten Durchschnittseinkommen: Wer doppelt so viel verdient, muss mit einem Faktor von 2,0 rechnen, wer nur drei Viertel des Durchschnitts aufbringt, mit 0,75. Der Zugangsfaktor hingegen sind Abzüge oder Zuschläge, die vom Eintrittsalter abhängen. Rentner, die „pünktlich“ ihren Ruhestand antreten wollen, rechnen mit einem Faktor von 1,0. Für den sogenannten Rentenartfaktor wird einbezogen, ob es sich um Alters-, Waisen- oder Witwenrente handelt. Der aktuelle Rentenwert wird immer an das Niveau der Löhne und Gehälter angepasst.

Einfacher machen kann man es sich jedoch auch mit den Renten-Rechnern, die sich in den Tiefen des Webs finden. Wer hier sein Geburtsdatum und Brutto-Gehalt eingibt, kann errechnen, was nach dem Standard von 45 Berufsjahren unter dem Strich herauskommt.

Rente: Eintrittsalter und Berechtigung


Das „Risiko“ des Rentenversicherers tritt ein, wenn Versicherte das Eintrittsalter erreichen. Das Regelalter steigt in den letzten Jahren graduell an – eine Folge des demografischen Wandels, aber auch der höheren Lebenserwartung in westlichen Industrieländern. Noch können Rentner mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen, mit Abzügen sogar schon mit 63 Jahren. Für alle Jahrgänge ab 1964 hingegen liegt das Rentenalter bereits bei 67 Jahren.

Eine andere Situation liegt im Fall einer Erwerbsminderung vor – durch Unfall oder Krankheit bedingter Verlust oder Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, umgangssprachlich auch „Frührente“ genannt. Wie hoch die monatlichen Bezüge in diesen Fällen sind, hängt von den bisher geleisteten Beitragszahlungen und der Schwere der Erwerbsminderung ab, wird aber in jedem Fall individuell bewertet.

Rente für Witwen und Waisen


Sollte der Versicherungsnehmer beziehungsweise der Beitragszahlende vor dem Eintritt in das Rentenalter versterben und eine Witwe und Waisen zurücklassen, wird die Rente an die Hinterbliebenen gezahlt. Die „kleine“ Witwenrente gibt es für Frauen bis zum Alter von 47 Jahren ohne minderjährige Kinder – sie wird meist nur für eine Dauer von zwei Jahren gezahlt. Die „große“ Witwenrente erhalten Frauen ab 47, die nicht oder nicht voll erwerbsfähig sind und/oder minderjährige Kinder erziehen. Dabei variiert die Höhe der Rente abhängig vom Geburtsjahr zwischen 55 und 60 Prozent der Rente des Verstorbenen zum Todeszeitpunkt.

Anspruchsberechtigt sind auch Kinder des Verstorbenen – und zwar neben den leiblichen Kindern adoptierte und Pflegekinder. Sie erhalten bis zum Alter von 18 Jahren eine Waisenrente und bei andauernder Berufsausbildung, etwa durch ein Studium, darüber hinaus bis zu einem Alter von 27 Jahren. In Einzelfällen können Enkel oder sonstige nahe Verwandte bezugsberechtigt sein, etwa vom Verstorbenen im eigenen Haushalt unterhaltene Personen.

Rente in Deutschland auch als sozialer Ausgleich


Durchschnittlich 45 Jahre lang zahlen Arbeitnehmer und Selbstständige in die Kassen der Rentenversicherung ein – so der Idealfall. Das leistet allerdings nicht jeder. Wie sich im Alltag zeigt, gehen schnell wertvolle Jahre für Kindererziehung oder für die Pflege von Angehörigen verloren. Diese Zeiten zu vergüten, ist ein Anliegen der gesetzlichen Rentenversicherung, die sich auch als sozialer Regulator versteht. Daher kommt die GRV, wie sie abgekürzt genannt wird, auch für „versicherungsfremde“ Leistungen auf und trägt dazu bei, gesellschaftliche Lasten gleichmäßiger zu verteilen und die Leistung von Erziehenden und Pflegenden zu honorieren.

Rente durch private Zusatzversicherungen aufstocken


Wer sein Einkommen und die voraussichtliche Lebensarbeitszeit mit einem Renten-Rechner prüft, stellt oft fest, dass Wunsch und Wirklichkeit deutlich auseinandergehen. Hinzu kommt, dass beim deutschen Rentensystem überdies die Altersbezüge versteuert werden müssen. Der Anteil der zu versteuernden Rente steigt stetig, spätestens 2040 müssen die Bezüge sämtlich versteuert werden, sofern sie über dem Grundfreibetrag liegen. Dieser beläuft sich 2021 auf 9.744 Euro für Alleinstehende – ein Wert, der schnell erreicht ist. Wer sich ein zusätzliches Polster schaffen will, sollte daher die bestehenden Möglichkeiten ausloten. Die Riester-Rente ist eine davon, ebenso betriebliche Zusatzrenten, wenn der Arbeitgeber dies anbietet. Damit sich die geleisteten Zahlungen lohnen, sollten private Anleger immer die Beiträge sorgfältig gegen die anfallenden Kosten auch für den Versicherer abwägen. Da es sich hier um Angebote privater Versicherer handelt, können die Gebühren dazu beitragen, die später ausgezahlten Beträge deutlich zu reduzieren.

Wann kann man in Rente gehen?


Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird derzeit schrittweise von 65 (für die Jahrgänge 1947 und früher) auf 67 Jahre erhöht. Ab dem Geburtsjahr 1964 gehen nach derzeitiger Gesetzeslage sämtliche Jahrgänge mit 67 Jahren in den Ruhestand. Man kann auch früher die Sozialleistung beziehen: Wer jedoch vor seinem Rentenalter die Leistung beziehen möchte, bekommt nicht den vollen Betrag ausgezahlt. Rente mit 63 oder Altersteilzeit? Menschen, die mindestens 45 Jahre gearbeitet haben, können ohne Abschläge früher in Rente gehen. Eine weitere Möglichkeit für einen früheren Ruhestand ist die Altersteilzeit. Die sogenannte “Rente mit 63” bedeutet eine Ausnahme vom gesetzlichen Renteneintrittsalter: Menschen, die mit 45 Beitragsjahren besonders lang in die Rentenversicherung eingezahlt haben, können ohne Abschlag früher verrentet werden. Zur Einführung der Regelung lag dieses frühere Eintrittsalter bei 63 Jahren. Da sich aber das Renteneintrittsalter stetig nach oben entwickelt, ist die Bezeichnung “Rente mit 63” irreführend – Menschen mit dem Geburtsjahr 1957 können Ende 2021 noch mit 63 Jahren und 10 Monaten in den Ruhestand gehen. Pro Jahrgang kommen zwei Monate hinzu, ab dem Jahrgang 1963 liegt das Eintrittsalter für besonders langjährig Versicherte bei 65 statt 67 Jahren. Einen Rechner zum Rentenbeginn sowie weitere Informationen bietet die Deutsche Rentenversicherung. Die sogenannte Altersteilzeit nach dem Blockmodell ist eine weitere Möglichkeit, früher mit dem Arbeiten aufzuhören: Demnach arbeitet man z. B. zwei Jahre lang zum halben Gehalt in Vollzeit, um dann weitere zwei Jahre in der Ruhephase der Altersteilzeit weiter das halbe Gehalt zu beziehen. Erst dann beginnt die eigentliche Rente. Sowohl Lohn als auch Rentenversicherungsbeiträge werden in der Altersteilzeit aufgestockt. Aus diesem Grund wirkt sich eine Altersteilzeit zumeist nur gering auf die spätere Leistung aus. Auch zur Altersteilzeit existieren viele Informationsangebote, unter anderem auf ihre-vorsorge.de.

Wie berechnet sich die Rente?


In Deutschland berechnet sich der Rentenanspruch nach der sogenannten Rentenformel. Grundsätzlich ergibt sich die Rente aus der Höhe der Beiträge und den Jahren, in denen man in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung tätig sind, zahlen gemeinsam mit ihren Arbeitgebern ein. Derzeit beträgt der Beitrag zur Rentenversicherung 18,6 Prozent des Bruttolohns. Der Betrag wird zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern aufgeteilt. Werktätige sammeln für jedes Jahr Entgeltpunkte, die in der Rentenformel verrechnet werden: Ein Beitragsjahr zum jeweiligen deutschen Durchschnittslohn ergibt genau einen Punkt. Dementsprechend wirken sich sowohl niedrigere als auch höhere Löhne auf die Punktzahl aus. Eine Arbeitnehmerin, die genau das doppelte Durchschnittseinkommen erwirtschaftet, erhält für das jeweilige Jahr zwei Entgeltpunkte. Das doppelte deutsche Durchschnittseinkommen stellt die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze dar: Verdient man mehr, zahlt man trotzdem nur bis zu diesem Betrag in die Rentenversicherung ein. Ein früheres Renteneintrittsalter vermindert den Rentensatz. Jeder Monat unterhalb der gesetzlichen Altersgrenze macht dabei einen Abschlag von 0,3 Prozent aus. Arbeitet man über die Altersgrenze hinaus, bekommt man für jeden Monat Mehrarbeit 0,5 Prozent Aufschlag. Innerhalb der Rentenformel wird die Abweichung vom gesetzlichen Renteneintrittsalter als “Zugangsfaktor” bezeichnet: Geht man mit dem jeweils geltenden Alter in den Ruhestand, liegt der Zugangsfaktor bei 1,00. Zusätzlich zu den Parametern Beitragshöhe und Renteneintrittsalter spielt es zudem eine Rolle, in welchem Bundesland man lebt: Menschen aus der ehemaligen DDR bekommen auf denselben Lohn mehr Beitragspunkte. Der Grund dafür ist, dass das Durchschnittseinkommen in den neuen Bundesländern niedriger als im Rest Deutschlands ist. Bürgerinnen und Bürger, die in Ostdeutschland leben, sollen dadurch einen Nachteilsausgleich erhalten.

Rechenbeispiel: Wer bekommt eine Rente von 2000 Euro?


Um bei regulärem Renteneintritt auf einen Betrag von 2000 Euro zu kommen, muss man derzeit mindestens 55,525 Entgeltpunkte gesammelt haben – dies ergibt sich aus der Rentenformel und dem aktuellen Rentenwert von 36,02 Euro pro Entgeltpunkt. Gehen wir von einer Arbeitnehmerin aus, die mit 25 Jahren zu arbeiten begonnen hat: im Frühjahr 2023 würde sie nach fast 41 Jahren planmäßig mit 65 Jahren und elf Monaten in den Ruhestand gehen. Für 2000 Euro Rente muss die Arbeitnehmerin in ihrem Berufsleben unterm Strich jedes Jahr ca. das 1,36-fache des jeweiligen Jahresdurchschnittseinkommens verdient haben. Das vorläufige Durchschnittseinkommen für das Jahr 2022 beträgt in Westdeutschland 38.901 Euro. Das bedeutet, dass die Arbeitnehmerin im Jahr 2022 ein Einkommen von 52.905,36 Euro bezogen haben muss. Zur Leistungsberechnung existieren viele Beratungs- und Informationsangebote, unter anderem der Rentenschätzer der deutschen Rentenversicherung.

Was bleibt von der Rente übrig?


In der Rente müssen weiterhin Kranken- und Pflegeversicherung entrichtet werden. Die gesetzliche Krankenversicherung von 14,6 Prozent sowie der individuelle Zusatzbeitrag (z. B. AOK Bayern 2022: 1,3 Prozent) wird zur Hälfte von der Rentenversicherung übernommen. Inklusive der Pflegeversicherung von 3,05 Prozent muss ein Rentner, der bei der AOK Bayern versichert ist, monatlich 11,00 Prozent seiner Leistung abführen. Zusätzlich muss auf Rentenzahlungen in Deutschland seit dem Jahr 2005 Einkommensteuer gezahlt werden. Ein Rentner, der 2021 in den Ruhestand gegangen ist und 2022 einen monatlichen Betrag von 1500 Euro bezog, muss gemäß Einkommenssteuertabelle im Monat ca. 66 Euro abführen. Die Kranken- und Pflegeversicherung beläuft sich in diesem Beispiel auf 165 Euro. Dem Rentner bleiben somit ca. 1269 Euro übrig. Es ist jedoch unbedingt zu beachten, dass dies nur ein grober Richtwert ist: Besonders die genaue Höhe der Einkommensteuer ist von vielen Faktoren abhängig. Oft ist der tatsächlich zu zahlende Betrag aufgrund von Pauschalen und absetzbarer Posten geringer. Viele Rentner müssen gar keine Einkommensteuer zahlen. Ihr Einkommen ist schlicht zu niedrig und liegt unterhalb des steuerlichen Grundfreibetrags von 10.347 Euro (Stand 2022). Zusätzlich gibt es bis zum Renteneintritt im Jahr 2039 einen Rentenfreibetrag, der das zu versteuernde Einkommen weiter reduziert. Der Rentenfreibetrag ist eine feste Euro-Pauschale, die für jede Rentnerin und jeden Rentner individuell berechnet wird. Basis des Rentenfreibetrags ist das Jahr des Renteneintritts sowie die erste vollständige Jahresbruttorente nach Renteneintritt: Rentner, die bis einschließlich 2005 in Ruhestand gingen, haben einen Freibetrag von 50 Prozent ihrer gesamten Bruttorente des Jahres 2005, bzw. 2006. Bis 2020 ist der Freibetrag jährlich um zwei Prozent gesunken, seither um einen Prozent. Für den oben genannten Rentner bedeutet dies folgendes: Er ist 2021 in Ruhestand gegangen, sein Freibetrag beläuft sich daher auf 19 Prozent der Bruttorente des Jahres 2022. Bei 1500 Euro monatlich macht dies 18000 Euro im Jahr, 19 Prozent hiervon ergeben einen Freibetrag von 3420 Euro. Dieser Freibetrag bleibt unabhängig von Inflation und Rentenerhöhungen bis zum Tod des Rentners gleich. Grundsätzlich lässt sich die ungefähre Besteuerung des Einkommens durch den Einkommenssteuerrechner des Bundesministeriums für Finanzen berechnen. Dieser berücksichtigt automatisch den Grundfreibetrag, der individuelle Rentenfreibetrag muss hingegen selbstständig eingerechnet werden. Zur Besteuerung der Sozialleistung gibt es viele offizielle Informations- und Beratungsangebote, unter anderem von der Deutschen Rentenversicherung.

Was, wenn die Rente nicht reicht?


Leider ist Altersarmut auch in Deutschland ein großes Problem. Immer mehr Menschen können sich ihr Leben trotz Rente nicht mehr leisten: Die Rentenzahlungen sind zu niedrig und können mit Inflation, Mietpreissteigerung und explodierenden Lebenshaltungskosten nicht mithalten. Seit 2021 gibt es in Deutschland die sogenannte Grundrente. Diese soll niedrige Renten abfedern und wird für jeden Rentner individuell berechnet. Anspruch haben Menschen, die mindestens 33 Jahre lang zwischen mindestens 30 und höchstens 80 Prozent des jeweiligen Durchschnittsentgelts verdient haben. Die Grundrente wird automatisch ausgezahlt. Unabhängig von der Grundrente können bedürftige Rentnerinnen und Rentner auch die Grundsicherung beantragen. Ein Anspruch kann im Jahr 2022 ab einem Gesamteinkommen von ca. 924 Euro vorliegen. Die Grundsicherung umfasst Hilfe zum Bestreiten des Lebensunterhalts, der Miete sowie der Versicherungsbeiträge. Der Antrag ist jährlich bei der Deutschen Rentenversicherung oder direkt beim zuständigen Sozialamt zu stellen, wo auch der Anspruch geprüft wird. In die Bedürftigkeitsprüfung fließen unter anderem Nebeneinkünfte und bestehende Vermögenswerte ein. Diese können die Höhe der Zahlung verringern. Weitere Informationen und Beratungsangebote findet man auf der Website der DRV. Menschen im Ruhestand können ihren monatlichen Verdienst zudem durch weiteres Arbeiten aufbessern. Zu den einzelnen Möglichkeiten und insbesondere zu den Hinzuverdienstgrenzen bietet die Deutschen Rentenversicherung zahlreiche Informationen. Jenseits der staatlichen Hilfen haben auch viele Sozialverbände und Kirchen ein großes Angebot für ältere Menschen in Not. Über rein materielle Hilfen hinaus versucht man dort, auch den sozialen und mentalen Folgen von Bedürftigkeit zu begegnen. Viele Menschen in Altersarmut leiden unter Einsamkeit und anderen seelischen Belastungen. Besonders hier können z. B. Angebote von den Maltesern, den Tafeln oder den örtlichen Gemeinden unschätzbar wertvolle Hilfe leisten.

Rente und Scheidung: Was gibt es zu beachten?


Im Rahmen einer Scheidung werden nicht nur die Vermögenszuwächse der Eheleute aufgeteilt. Neben diesem sogenannten Zugewinnausgleich werden auch die während der Ehe geleisteten Beiträge zu den Altersversorgungen geteilt. Im Fall der gesetzlichen Rente bedeutet dies: Die im Laufe der Ehe individuell erworbenen Entgeltpunkte werden addiert und auf beide Eheleute aufgeteilt. Wichtig ist, dass dieser Versorgungsausgleich von einem Familiengericht im Zuge der Scheidung angeordnet wird. Nach Ablauf einer Beschwerdefrist setzt die Rentenversicherung den Ausgleich der Entgeltpunkte selbstständig um. Weiterführende Informationen findet man auf der Website der Deutschen Rentenversicherung.

Renteneintrittsalter: Wann geht man in Rente? Von diesen Faktoren hängt es ab

Wann in die Rente? Das Renteneintrittsalter ist nicht nur national unterschiedlich in Europa, auch in Deutschland selbst bestimmt das Geburtsjahr darüber, wann man …
Renteneintrittsalter: Wann geht man in Rente? Von diesen Faktoren hängt es ab

Rente erst mit 70? Ökonomen wollen Eintrittsalter wegen Inflation weiter anheben

Führende deutsche Ökonomen fordern wegen der Inflation eine Anhebung des Renteneintrittsalters. Sonst würden die Preise noch weiter steigen, warnen sie in einem Bericht.
Rente erst mit 70? Ökonomen wollen Eintrittsalter wegen Inflation weiter anheben

Rente mit 63: So funktioniert die Frührente

Rente mit 63? Für alle, die in den 50er-Jahren geboren wurden noch Normalität, für „Nachgeborene“ aber häufig eine Frührente. Ist das offizielle Renteneintrittsalter …
Rente mit 63: So funktioniert die Frührente

Riester Rente: Alle wichtigen Informationen im Überblick

Die Riester-Rente soll Rentner vor Geldmangel im Alter schützen. Seit 2002 können Beschäftigte und auch Beamte mit Zuschüssen vom Staat schon mit geringen monatlichen …
Riester Rente: Alle wichtigen Informationen im Überblick