Rentenloch angeblich nur halb so groß

- Berlin - In der Rentenversicherung zeichnet sich laut einem Zeitungsbericht ein geringeres Defizit als die befürchteten neun Milliarden Euro ab. Die Einnahmen der Angestelltenkasse BfA seien im September im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent gestiegen, die der Landesversicherungsanstalten um 0,6 Prozent, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf das Umfeld der Rentenversicherer.

 <P>Auch von März bis Juli seien die Einnahmen um knapp fünf Prozent gewachsen. Die vom Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) genannte Defizitschätzung basiere auf einem Einnahmeeinbruch im August. Setze sich der Zuwachs in der Angestellten- und der Arbeiterrentenversicherung fort, werde das Defizit eher bei vier bis fünf Milliarden Euro liegen.</P><P>Genaue Zahlen werden am Donnerstag vom Schätzerkreis der Rentenversicherer erwartet. Auf einer Klausursitzung von Kabinett und Koalitionsfraktionen sollen am Sonntag die Weichen für Sparmaßnahmen, langfristige Reformen sowie zur künftigen Rentenbesteuerung gestellt werden. Die Bundesregierung hat am Montag bekräftigt, dass sie am Ziel festhält, den Beitragssatz bei 19,5 Prozent stabil zu halten. Dazu sind eine Verschiebung der nächsten Rentenerhöhung, eine Absenkung der Schwankungsreserve oder eine spätere Auszahlung der Altersbezüge an Neu-Rentner im Gespräch.</P><P>Unterdessen fordern die Grünen eine Reform der privaten Altersvorsorge. Die Riester-Rente sei zu kompliziert, kritisierte die stellvertretende Fraktionschefin Thea Dückert in einem Beitrag für die Zeitung. In den anstehenden Koalitionsverhandlungen würden sich die Grünen daher für ein Altersvorsorgekonto einsetzen. "Die Grundidee ist simpel: Jeder kann bis zu einer Höchstgrenze von zum Beispiel 3100 Euro im Jahr steuerfrei auf sein Altersvorsorgekonto einzahlen."</P>

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