Rentner bekommen Post von ihrer Versicherung

- München - Rund drei Millionen Rentner in Deutschland bekommen in dieser Woche Post von ihrer Rentenversicherung: In dem Brief werden sie aufgefordert, einen Nachweis darüber zu erbringen, dass sie Kinder groß gezogen haben. Wer diesen Nachweis nicht erbringt, muss ab März (dann aber rückwirkend zum Januar) 0,25 Prozentpunkte mehr für seine Pflegeversicherung bezahlen.

<P>Am Freitag beschloss der Bundestag endgültig, dass Kinderlose, die älter als 23 sind und nach dem 31. Dezember 1939 geboren wurden, künftig den höheren Beitrag bezahlen müssen. Ausgenommen sind neben Jüngeren und Älteren auch leibliche Eltern, Adoptiv-, Stief- und Pflegeeltern. In die Altersgruppe fallen insgesamt 4,3 Millionen Rentner, wobei bei 1,3 Millionen die Kinder bereits nachgewiesen sind, weil Kindererziehungszeiten angerechnet wurden. Die übrigen drei Millionen Fälle müssen nun möglichst rasch geklärt werden. Dafür sind die Rentenversicherer zuständig, da sie die Pflegebeiträge abführen. </P><P>Erbracht werden kann der Nachweis über Kinder beispielsweise durch Vorlage einer Geburtsurkunde oder einer Lohnsteuerkarte, auf der ein Kinderfreibetrag eingetragen ist. "Versäumt der Angeschriebene die Beantwortung, geht der Rentenversicherungsträger zunächst davon aus, dass keine Elterneigenschaft vorliegt", heißt es bei den Versicherern. <BR>Mit der Einführung des höheren Pflegebeitrags für Kinderlose setzt die Bundesregierung ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts durch. Dieses hatte 2001 entschieden, dass Eltern beim Pflegebeitrag besser gestellt werden müssen als Kinderlose.</P>

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