Rettung der IKB könnte teuerer werden

München - Die staatliche KfW-Bankengruppe hat weiteres Geld durch ihr Engagement an der angeschlagenen IKB Deutsche Industriebank verloren. Darüber hinaus gehende Belastungen sind möglich

"Wir haben unsere 38-prozentige Beteiligung an der IKB um 400 Millionen Euro abgeschrieben", sagte KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe).

Die bilanzielle Risikovorsorge belaufe sich momentan auf 4,95 Milliarden Euro, sagte sie. "Es kann sein, dass es weniger wird als 5 Milliarden Euro, aber auch mehr, falls sich das Marktumfeld weiter verschlechtert." Sollten weitere Risiken bei der IKB auftreten, will Matthäus-Maier auch diejenigen Anteilseigner in die Pflicht nehmen, die bislang geschont wurden.

Die US-amerikanische IKB-Zweckgesellschaft Rhineland Funding hatte sich mit schlecht abgesicherten Zinspapieren auf dem US-Hypothekenmark verspekuliert und die gesamte Bank in die Krise gestürzt. Um das Institut zu retten, sprang die KfW ein. Daneben beteiligte sich im August die gesamte deutsche Kreditwirtschaft an einem milliardenschweren Rettungspaket. Die bisherigen Belastungen stemmte die KfW nach Angaben ihrer Chefin aus ihrem Fonds für allgemeine Bankenrisiken.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Apple verklagt Chip-Zulieferer Qualcomm
San Diego - Smartphones brauchen eine Funkverbindung. Im Geschäft mit Chips dafür ist der US-Konzern Qualcomm besonders stark. Zuletzt geriet er zunehmend ins Visier von …
Apple verklagt Chip-Zulieferer Qualcomm
Air Asia treibt Pläne für Europa-Verbindungen voran
Davos/Kuala Lumpur (dpa) - Die malaysische Billigfluglinie Air Asia will im Sommer ihre Flüge nach Europa wieder aufnehmen. Zunächst sei eine Strecke von der …
Air Asia treibt Pläne für Europa-Verbindungen voran
Stürzt Trump die Welt in einen „Handelskrieg“?
Washington - Tiefschwarze Szenarien machen die Runde: Die neue US-Regierung könnte die Welt in einen „Handelskrieg“ stürzen. Es gibt viele Fragen und vorerst nur einige …
Stürzt Trump die Welt in einen „Handelskrieg“?
18.000 demonstrieren gegen "Agrarindustrie"
Berlin - Anlässlich des Beginns der Agrarmesse "Grüne Woche" haben Tausende in Berlin unter dem Motto "Wir haben es satt!" für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft …
18.000 demonstrieren gegen "Agrarindustrie"

Kommentare