Rettungskonzept für RTV

- München - Über den Einstieg eines neuen Hauptaktionärs und ein umfangreiches Sanierungsprogramm will sich das angeschlagene Medienunternehmen RTV sein Überleben sichern. Die F&M Film und Medien Beteiligungs GmbH (F&M/Wien) als strategischer Investor übernehme die bisher von der Ravensburger AG gehaltenen 89,3 Prozent an der RTV Family Entertainment AG, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit.

Mit allen Hauptgläubigern seien Vereinbarungen über die geplanten Sanierungsmaßnahmen geschlossen worden. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers hätte ohne den Einstieg von F&M die Insolvenz gedroht. Die Medienfirma war bereits im Sommer 2002 durch einen Überbrückungskredit der Banken der drohenden Zahlungsunfähigkeit entkommen.

Um die Rettung und den Einstieg des Investors zu ermöglichen, bringe Ravensburger 1,2 Millionen Euro in die Kapitalrücklage von RTV ein und zahle 2,5 Millionen Euro für eine früher gewährte Bürgschaft an die Deutsche Bank, hieß es. Ravensburger verzichte zudem auf alle offenen Forderungen an RTV in Höhe von rund zwölf Millionen Euro. Darin seien auch die 2,5 Millionen Euro enthalten, die an die Deutsche Bank gehen. Zudem wollen Deutsche und Baden-Württembergische Bank den Angaben zufolge gegen die Zahlung von drei Millionen Euro eine Forderung von zwölf Millionen Euro an RTV fallen lassen.

RTV mit mittlerweile nur noch sieben Mitarbeitern hatte bei einem Umsatz von knapp 6,4 Millionen Euro im vergangenen Jahr rund vier Millionen Euro Verlust gemacht. Dies sei vor allem auf hohe Abschreibungen zurückzuführen, sagte der Unternehmenssprecher.

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