Rettungspaket für Alstom unter Dach und Fach

- Paris - Französische Banken haben sich nach anfänglichem Zögern auf ein milliardenschweres Rettungspaket für den angeschlagenen Alstom-Konzern geeinigt. Die sieben französischen Gläubigerbanken unterzeichneten in Paris eine offizielle Vereinbarung.

<P>Das sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. BNP Paribas, Calyon (Crédit Agricole-Crédit-Lyonnais), Société Générale, Natexis, CDC Ixis, CIC (Crédit Mutuel) und HSBC-CCF garantieren eine Kapitalerhöhung des Unternehmens mit bis zu einer Milliarde Euro. Sie übernehmen auch Garantien für bis zu acht Milliarden Euro, um die Finanzierung der Alstom-Geschäfte in den kommenden zwei Jahren zu sichern. </P><P>Nach dieser Einigung wird der französische Staat Anteilseigner von 18,5 Prozent des Alstom- Kapitals. Die CIC hatte ihren anfänglichen Widerstand aufgegeben und die Einigung möglich gemacht, schrieb "Le Figaro" (Montag).</P><P>Der Bahntechnik- und Elektrokonzern muss nach Ansicht seines Chefs Patrick Kron innerhalb von zwei Jahren aus den roten Zahlen kommen. "In zwei Jahren darf Alstom kein Geld mehr verlieren. Dann wird man mit einem Partner den Weg des Wachstums einschlagen können", sagte Kron nach Angaben der Tageszeitung "Libération" (Samstag).</P><P>Wer nach der Ablehnung einer Teilübernahme durch den deutschen Konkurrenten Siemens als Partner in Frage kommen könnte, blieb unklar. "Es gibt überall Projekte", sagte Kron, der allerdings auf vier China-Reisen in den letzten 15 Monaten verwies.</P><P>Die Bundesregierung hatte mit Verärgerung auf die Abfuhr im Tauziehen um Übernahme-Pläne von Teilen des Alstom-Konzerns durch den deutschen Konkurrenten Siemens reagiert. Der ursprünglich für diesen Dienstag geplante deutsch-französische Industriegipfel ist kurzfristig auf Mitte Juni verschoben worden. Bei dem Treffen sollte es auch um die Siemens-Pläne gehen.</P><P>Nach der Einigung mit der EU-Kommission müssen im Rahmen der Alstom-Sanierung Sparten mit einem Umsatz von 1,6 Milliarden Euro verkauft werden. Alstom darf nicht, auch nicht in Teilen, von einem öffentlichen oder einem staatlich kontrollierten Unternehmen übernommen werden. Ferner muss sich der Staat spätestens nach vier Jahren aus dem Alstom-Kapital zurückziehen.</P><BR> 

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