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Für achteinhalb Jahre soll Gerhard Gribkowsky ins Gefängnis.

Formel 1-Prozess

Revision gegen Gribkowsky-Urteil

München – Die Anwälte des wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung verurteilten Ex-Landesbankvorstands Gerhard Gribkowsky werden voraussichtlich in Revision gehen.

Das Landgericht München hatte Gribkowsky zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er 44 Millionen Dollar von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone angenommen hatte. Der Ex-Landesbanker hat die Bestechung gestanden. Bislang ist beim Gericht allerdings noch kein Revisionsantrag eingegangen.

Damit wird aus dem Ermittlungsverfahren gegen Ecclestone selbst eine Hängepartie. Denn so lange das Urteil gegen Gribkowsky nicht rechtskräftig ist, kann der Ex-Landesbanker nicht gezwungen werden, gegen Ecclestone auszusagen. Diese Aussage wäre aber wohl ein zentrales Beweismittel gegen den Briten. Das Revisionsverfahren wird sich bis mindestens zum Jahresende hinziehen. Das Gericht hat laut einer Justizsprecherin 15 Wochen Zeit, sein Urteil schriftlich zu begründen, erst dann läuft die Vier-Wochen-Frist für die Begründung der Revision. Gribkowskys Anwälte könnten nun versuchen, die Situation zu nutzen, um Hafterleichterungen durchzusetzen.

Die Staatsanwaltschaft prüft ebenfalls eine Revision, will sich aber vor Ablauf der Frist am Mittwoch dazu nicht äußern.

Philipp Vetter

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