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Leere Supermarkt-Regale: Jetzt trifft es die Lebensmittelbranche - darunter viele bekannte Marken

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Von: Patricia Huber

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Ein leeres Toilettenpapierregal in einem Rewe.
Vereinzelte leere Supermarktregale dürfte es künftig häufiger geben. Doch das liegt nicht etwa an Hamsterkäufen. © @maewald/twitter

Großhändler klagen über zunehmende Lieferschwierigkeiten. Die Folge: Immer häufiger finden Kunden in Supermärkten halbleere Regale vor.

München - Bisher musste besonders die Industrie unter den anhaltenden Lieferkettenproblemen leiden. Jetzt trifft es auch die Lebensmittelbranche. In Supermärkten sind derzeit schon vereinzelt leere Regale zu finden. „Besonders betroffen“ sind vor allem Produkte bekannter Marken wie Coca-Cola, Ferrero, Bahlsen, Lorenz und Mars. Das berichtet die Lebensmittelzeitung.

Lieferkettenprobleme: Aufrechterhaltung der Warenverfügbarkeit sei ein „Kampf“

Großhändler informierten in den vergangenen Tagen ihre Kunden, über die schwierige Situation. Die zu Rewe gehörende Lekkerland-Gruppe, die hauptsächlich Tankstellen, Kioske beliefert, berichtet von „anhaltenden Engpässen und Ausfällen auch bei großen Herstellern“. Und diese Engpässe und Ausfälle spüren die Märkte deutlich. Ein Edeka-Topmanger sprach sogar von einem „täglichen Kampf“, wenn es um das Aufrechterhalten der Warenverfügbarkeit geht.

Video: Könnte wieder teurer werden

Coca-Cola räumte bereits ein, vereinzelt mit Lieferengpässen bei Dosen zu kämpfen. Auch künftig will der bekannte Getränkehersteller „kurzfristige Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit“ nicht ausschließen.

Eine generelle Versorgungslücke sei zwar nicht zu befürchten, aber mit vereinzelten leeren Regalen müssen Kunden rechnen - und die scheinen überrascht zu sein. Erst kürzlich teilte ein Twitter-User mehrere Fotos von dünn bestückten Rewe-Regalen. Dazu schrieb er: „Ist wieder Hamsterzeit und niemand hat mir Bescheid gesagt?“ Doch in den Kommentaren wird der Nutzer schnell auf die Lieferkettenprobleme aufmerksam gemacht.

Lieferengpässe: Das sind die Gründe

Aber wie sind die Lieferengpässe nun entstanden? Das ist auf eine Reihe von Gründen zurückzuführen. Einerseits sind Verpackungsmaterialien und teils auch Rohstoffe knapp. Damit gehen auch steigende Produktionskosten einher, weshalb viele Hersteller starke Preiserhöhungen fordern. Lieferstopps sind da laut einem Insider das „wirksamste Mittel“, um die Erhöhung durchzusetzen, schreibt die Lebensmittelzeitung.

Lekkerland macht jedoch auch die Industrie selbst für die Engpässe verantwortlich. Die Händler hätten den starken Anstieg der Konsumentennachfrage nach der Pandemie nicht erwartet - nun könne die Produktion nicht so schnell wieder hochgefahren werden. Eine baldige Besserung sieht Lekkerland noch nicht, da die Herausforderungen so komplex seien, „dass sich keine einfache und schnelle Lösung abzeichnet“. (ph)

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