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Kunden verlassen in Köln einen Rewe-Supermarkt.

Kosten haben sich verdreifacht

Rewe will gegen Rundfunkbeitrag klagen

Köln - Die Supermarktkette Rewe will gegen den neuen Rundfunkbeitrag klagen. Durch das geänderte Abgabensystem seien die Kosten des Handelsriesen von 330.000 auf 1,5 Millionen Euro jährlich gestiegen.

Der Handelsriese Rewe prüft rechtliche Schritte gegen den neuen Rundfunkbeitrag. Die jährliche Belastung allein für die 4500 Rewe- und Penny-Märkte sowie Fachmärkte steige von jährlich 330.000 Euro auf rund 1,5 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Köln mit und bestätigte damit Angaben im „Handelsblatt“. Der Handelskonzern hält das zu Jahresbeginn eingeführte neue Rundfunkabgabensystem für verfassungswidrig. Es bringt vor allem für Firmen mit vielen Filialen Mehrbelastungen mit sich.

ARD: "Letztendlich werden die Gerichte entscheiden"

Die Drogeriekette Rossmann hat bereits im Januar beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof eine Popularklage eingereicht. Bislang seien nur Zahlungsaufforderungen eingegangen, denen das Unternehmen aber nicht nachkomme, sagte Rossmann-Justiziar Stefan Kappe dem „Handelsblatt“ (Mittwoch). Die Firma warte auf rechtsmittelfähige Bescheide, um bei einem Verwaltungsgericht klagen zu können.

„Der Klageweg steht jedem frei und letztendlich werden die Gerichte entscheiden“, sagte eine ARD-Sprecherin auf Anfrage in Berlin. Für diese Woche waren Gespräche der ARD mit Vertretern der Kirchen, der Kommunen und der Wirtschaft geplant. Dabei stehen nach ARD-Angaben „die strukturellen Gründe für mögliche Mehrbelastungen durch den neuen Rundfunkbeitrag“ auf der Tagesordnung. Sie sollen in einer gemeinsamen wissenschaftlichen Analyse bewertet werden.

dpa

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