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Richtig versichert beim Skifahren

München - Nachdem die letzte Skisaison mangels Schnee praktisch ausfiel, drängt es diesen Winter umso mehr Brettlfans auf die Pisten. Die Bedingungen im Alpenraum sind überwiegend gut. Bei der Pistengaudi sollte man eins aber nicht vergessen: ausreichenden Versicherungsschutz. Sonst kann das Bergvergnügen ein teures Nachspiel haben.

Jedes Jahr verunglücken bis zu 60 000 Wintersportler, jeder zehnte von 1000 Skifahrern verletzt sich, wie Stiftung Warentest warnt. Ohne optimale Absicherung kann ein Unfall schnell zum Finanzproblem werden, egal, ob man selbst oder ein anderer zu Schaden kommt.

Zwei Policen sind fast schon ein Muss für alle Wintersportler: die private Haftpflicht und die private Unfallversicherung. Geht es ins Ausland zum Skifahren, ist zusätzlich eine private Auslandskrankenversicherung notwendig. Wer viel Geld für den Skiurlaub ausgibt, sollte beim Versicherungsschutz nicht knausern, rät Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten. Zumal die entscheidenden Policen nicht teuer sein müssen.

Haftpflicht

Die Privathaftpflicht beispielsweise ist ab 100 Euro im Jahr zu haben. Sie gilt als wichtigste Versicherung überhaupt, auch abseits der Pisten. Denn jeder haftet für Schäden, die er selbst verursacht - notfalls mit seinem ganzen Vermögen. Trotzdem hat fast jeder dritte Bundesbürger keine Haftpflicht. Für den Wintersport bedeutet das: Ist ein nicht versicherter Skifahrer oder Snowboarder am Zusammenstoß mit einem anderen Brettl-Sportler schuld, muss er aus der eigenen Tasche für die Unfallfolgen aufkommen, für ärztliche Behandlungen, Schmerzensgeld, Schadenersatz.

Umgekehrt gilt aber auch: Wer von einem Nichtversicherten über den Haufen gefahren wird, dürfte einen langen Atem brauchen, Finanzansprüche an den Verursacher geltend zu machen, wie Kay Rodegra, Reiserechtler und Lehrbeauftragter der Universität Trier, aus Erfahrung weiß.

Berufsunfähigkeit

Skifahrer, die eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) haben, sind über diese auch im Winterurlaub für das Risiko einer Invalidität abgedeckt. Ist keine BU abgeschlossen, sollten sich Wintersportler eine extra Unfallpolice zulegen. Vor allem die, die regelmäßig Ski oder Snowboard fahren. Die Police ist für weniger als 10 Euro im Monat zu haben. Enthalten sind oft auch Bergungskosten bis zu einer Höhe von 5000 Euro. Für Kinder sei die Absicherung ebenfalls sehr sinnvoll, betont Rudnik. Wichtig: Wer nach zu viel Alkohol bei seinen Schwüngen auf dem Berg verunglückt, kann seinen Versicherungsschutz verlieren.

Auslandsschutz

Skifahrer, die über die Grenze nach Österreich, Italien, in die Schweiz oder auch weit weg nach Kanada fahren, brauchen unbedingt eine Auslandsreisekrankenversicherung - sonst sitzen sie im Notfall schnell auf vielen hundert Euro Kosten für medizinische Behandlung oder auch Rücktransport. Experten zufolge sollte jeder Reisende eine Auslandspolice haben, gesetzlich wie privat Krankenversicherte gleichermaßen.

Deutsche Patienten können sich zwar mit der Chip-Karte ihrer Krankenkasse innerhalb der Europäischen Union in Arztpraxen gezielt behandeln lassen. Bei plötzlichen Schmerzen oder Armeingipsen in der Klinik werden sie aber nur gegen Bares und Vorkasse behandelt. Wieder zu Hause, erstattet die Kasse lediglich den Anteil, der sich an deutschen Sätzen orientiert.

Die Police ist für Singles wie für Familien günstig zu bekommen. Kostenpunkt: Zwischen sechs und 20 Euro pro Jahr. Neben den Behandlungskosten oder dem Aufwand für den Krankentransport nach Hause übernimmt die Versicherung häufig auch Bergungskosten von Skisportlern.

Ausrüstung

Im Skiurlaub nützlich kann auch eine Hausratversicherung sein - allerdings nur dann, wenn die teure Skiausrüstung aus einem verschlossenen Raum gestohlen wird. Zum Beispiel aus dem versperrten Skikeller des Hotels. Ein Diebstahl vor der Hütte auf der Skipiste ist nicht abgedeckt, so Rudnik.

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