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Der richtige Weg ins Internet: Billig und langsam oder teuer und flott?

- Wer E-Mails empfangen oder im Internet nutzen will, hat die Qual der Wahl: Analog-Modem oder ISDN? Oder doch DSL? Welcher Weg der richtige ist, hängt davon ab, wie oft man online geht, wie groß der Geldbeutel ist und welche Leitungen am Wohnort verfügbar sind.

Liegt der Wohnsitz abseits der mit DSL-versorgten Gebiete oder nutzt man das weltweite Datennetz nur sporadisch, so bietet Internet-by-Call den preiswertesten Weg ins Web. Hierbei haben Verbraucher die Möglichkeit jeweils den zu einer bestimmten Uhrzeit günstigsten Anbieter auszusuchen. Entscheidender Vorteil: Regelmäßige Fixkosten wie monatliche Grundgebühren entfallen, denn gezahlt werden nur die Gebühren für die aktive Online-Zeit. Im Tarifdschungel lauern allerdings einige Fallen.

"Eine beliebte Strategie einiger Anbieter ist es, teure und günstige Zeitzonen im Wechsel zu schalten und diese dann kurzfristig auszutauschen", sagt Josefine Milosevic vom Branchenblatt "Connect". Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher Tarife mit Preisstabilität nutzen. Günstige Zugänge bieten beispielsweise Discounter wie 010090 Telecom für 0,87 Cent pro Minute rund um die Uhr (siehe Tabelle). Bei der Suche nach dem günstigsten Anbieter helfen auch Webseiten wie www.billiger-surfen.de oder www.verivox.de.

Die Zugänge werden einfach am PC im DFÜ-Netzwerk erstellt. Dazu sind lediglich die entsprechende Einwahlnummer sowie ein Benutzername und Kennwort einzugeben.

Um Kunden zu halten: DSL-Vertrag über 24 Monate

Die schnelle Alternative ins Internet heißt DSL. Hier locken die Discounter Surfer mit günstigen Pauschaltarifen, so genannten Flatrates. So surfen beim Anbieter Tele 2 Neukunden in 20 Städten (u. a. München) in den ersten zwölf Monaten gratis, danach fallen 3,95 Euro pro Monat an. Außerhalb dieser Städte berechnet Tele 2 monatlich 3,95 Euro im ersten Jahr, anschließend 7,95 Euro. Buchbar ist die Flatrate mit unterschiedlichen Geschwindigkeitsstufen von DSL 1000 (langsam) bis DSL 6000 (superschnell) mit monatlichen Gebühren bis 24,99 Euro. Zusätzlich beinhaltet das Paket je nach Auswahl kostenlose oder vergünstigte DSL-Hardware.

Auch GMX fährt auf der Gratis-Schiene. Neben einem kostenlosen E-Mail-Service gibt es hier für eine monatliche Pauschale ebenfalls schnelles Surfen zum Nulltarif. Erhältlich ist die Free-Flat derzeit in 23 Städten in Verbindung mit einem DSL-2000-Anschluss für 19,99 Euro oder einem DSL-6000-Anschluss für 24,99 Euro im Monat. In allen anderen Regionen steht ein Pauschal-Tarif für 6,99 Euro monatlich zur Verfügung.

Ein billiges Vergnügen ist DSL jedoch nicht. Wer Telekom-Kunde ist, zahlt für einen Analog-Anschluss 15,95 oder für ISDN 23,95 pro Monat. Hinzu addieren sich die Kosten für einen DSL-Anschluss von mindestens rund 17 Euro. Bekommt man den DSL-Tarif gratis, fallen also bei ISDN dennoch 40 Euro und mehr jeden Monat an festen Ausgaben an.

Der ständige Preispoker beflügelt zudem die Wechselbereitschaft vieler DSL-Kunden. Dem wollen die Anbieter mit längeren Vertragslaufzeiten vorbeugen. Neukunden können daher meist nur noch mit einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten einsteigen.

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