Schneechaos und ärztliche Versorgung: Störungen auf der Stammstrecke

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Mit der richtigen Versicherung sorglos in den Sommerurlaub

- Wer seinen Sommerurlaub völlig sorglos genießen will, sollte nicht an der Versicherung sparen. Ganz nach dem Motto: Darf's auch ein bisserl mehr sein, wird den Sonnenhungrigen im Reisebüro gerne ein Rundum-Paket nahe gelegt. Doch nicht alle Angebote sind wirklich empfehlenswert.

Krankenversicherung

"Eine Auslandsreisekrankenversicherung sollte auf jeden Fall mit ins Gepäck", betont Katharina Henrich, Finanztest-Redakteurin von Stiftung Warentest. Denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen im Ausland wenn überhaupt nur eingeschränkten Schutz. Die Versicherung, die bereits für zehn Euro zu haben ist, ist auch in Ländern wichtig, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat (neben EU-Mitgliedern auch Tunesien oder Türkei). "Die Kasse zahlt nur das, was sie auch in der Bundesrepublik übernehmen würde", erläutert Henrich. Auf dem Rest bleibt der Patient sitzen und den Rücktransport finanzieren die Kassen nie.

Dauer des Aufenthalts

Bei Reisen, die nicht länger als sechs Wochen dauern, kann ein Jahresvertrag abgeschlossen werden. Die meisten Verträge verlängern sich automatisch. Bei rechtzeitiger Kündigung kann die Versicherung aber auch jedes Jahr gewechselt werden. Ist der Urlauber länger als 42 Tage am Stück unterwegs, muss ein Vertrag für eine einzelne Reise gebucht werden. "Dabei sollte ein Angebot ohne Selbstbeteiligung bevorzugt werden", rät die Expertin.

Manche Reisende haben es schwerer als andere: Schwangere sollten sich vom Versicherer schriftlich geben lassen, dass die Kosten für Frühgeburten und Neugeborenenschutz übernommen werden. Auch Sportler müssen genau nachfragen: Oft werden die Kosten bei Trainings- oder Wettkampfverletzungen nicht übernommen. Kein Geld gibt es für die Behandlung von chronischen Krankheiten. Für ältere Urlauber kann es schwierig werden, eine Auslandsreise-Krankenversicherung zu bekommen, warnt die Verbraucherzentrale Bayern. Viele Versicherer haben Altershöchstgrenzen. Und tiefer in die Tasche greifen müssen Ältere fast immer.

Im Notfall ist es ratsam, wenn möglich zuerst die Notrufnummer des Versicherers anzurufen. Hier werden das weitere Vorgehen erläutert und kompetente Ärzte in der Umgebung empfohlen.

Reiserücktritt

Gerade bei teuren oder früh gebuchten Urlauben ist die Reiserücktrittskostenversicherung unverzichtbar: Der Urlauber bekommt die Kosten erstattet, wenn er oder der Reisepartner erkrankt, bei Unfall, Todesfall in der Familie, Schwangerschaft, Impfunverträglichkeit oder auch bei großen Schäden am Eigentum wie einem Wohnungsbrand. Viele Versicherer zahlen auch, wenn der Urlauber seine Arbeit verliert. "Dass die Reise nicht angetreten werden kann, muss zum Beispiel mit einem ärztlichen Attest nachgewiesen werden", warnt Henrich.

Abraten würde die Expertin von einer Gepäckversicherung: "Oft zahlen die Versicherer nicht. Da reicht es schon, die Koffer nur kurz nicht im Blick zu haben." Vor Reisebeginn sollte überprüft werden, ob das Gepäck bereits durch die Hausratversicherung abgedeckt wird. Vorsicht ist auch bei den Rundum-Paketen geboten, denn die Deckungssummen seien hier oft nicht hoch genug.

Mit dem Auto unterwegs

Wenn es mit dem Auto auf Reisen geht, muss beim Versicherer überprüft werden, ob der Schutzbrief auch im Urlaubsland gilt. Mietautos sollten laut Henrich am besten von Deutschland aus organisiert werden: "Nur dann sind diese bei einer deutschen Versicherung versichert." In anderen Ländern zahlt die Haftpflicht oft niedrigere Summen.

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