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Einige der Unternehmen, die in Riester-Fonds auftauchen, produzieren offenbar auch die weltweit geächteten Streubomben.

Riester-Anbieter investieren auch bei Waffenproduzenten

Berlin - Riester-Sparer müssen damit rechnen, dass ihr Geld unter Umständen auch bei Waffenherstellern investiert wird. Das ergab eine Untersuchung der Stiftung Warentest.

Demzufolge können nur 12 von über 170 befragten Firmen tatsächlich ausschließen, Geld bei Rüstungsunternehmen angelegt zu haben. Viele Banken und Versicherungen wollten keine Angaben darüber machen, wo die Kundengelder angelegt würden, berichtet die Zeitschrift “Finanztest“ (Ausgabe 1/2011).

Ethik als Richtlinie für die Anlage spiele bei Riester-Rentenversicherungen kaum eine Rolle, erklärt die Stiftung. So fanden die Tester in einigen Riester-Fonds Aktien von US-amerikanischen Waffenproduzenten. Einige der Unternehmen produzieren den Angaben zufolge auch die weltweit geächteten Streubomben.

Viele Versicherungen wollten nichts Genaues verraten

Viele Versicherungen wollten den Testern nichts Genaues über ihre Investments verraten. Sie teilten lediglich mit, das Geld in großen Indizes anzulegen. Doch in einigen der Indizes seien auch Waffenhersteller gelistet, erklärt “Finanztest“. Auch die meisten Banken ließen sich nicht in die Karten schauen. Sie wollten gar keine Angaben zu ihrer Geschäftspraxis machen.

Allerdings gebe es auch gute Beispiele. Einige der Fondssparpläne, eine klassische Rentenversicherung, eine fondsgebundene Rentenversicherung und ein Banksparplan überzeugten die Tester. Sie seien sowohl unter ethischen als auch unter finanziellen Gesichtspunkten zu empfehlen.

Streubomben sind international seit August 2010 geächtet. In Deutschland ist die Herstellung solcher Waffen seit Juni 2009 sogar verboten.

dpa

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