Sperrung auf S4- und S6-Strecke – wann kommt Schienenersatzverkehr?

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Riester viel besser als sein Ruf

Sparen für später wird immer notwendiger, wenn man sich im Alter nicht stark einschränken will. Die Riester-Rente, die als Ergänzung zur gesetzlichen Rente dienen soll, ist dafür – trotz aller Kritik – ein guter Einstieg, urteilt die Stiftung Warentest.

Die staatliche Riester-Förderung ist trotz manch schlechter Produkte grundsätzlich gut, schreiben die Verbraucherschützer in der Zeitschrift „Finanztest“. Neben den viel kritisierten Riester-Versicherungen gebe es schließlich auch noch die Bank- und Fondssparpläne und seit vergangenem Jahr sogar Wohn-Riester-Verträge. Bei vergleichbarer Wertentwicklung holen Sparer mit einem Riester-Produkt durch Zulagen und Steuervorteile mehr heraus als mit einer rein privaten Geldanlage. Das ergab der aktuelle Finanztest-Renditetest.

Die Rendite

In Verträgen mit kurzer Laufzeit von fünf Jahren ist dieser Unterschied besonders auffällig. Mit 7,5 Prozent Rendite nach Steuern pro Jahr kann der Riester-Sparer demnach rechnen, wenn man unterstellt, dass die Geldanlage ohne Förderung drei Prozent einbringt. Steckt er die gleiche Summe in einen ungeförderten Banksparplan, nimmt er netto nur 2,2 Prozent ein. Die private Rentenversicherung brächte ihm 1,8 Prozent. Sehr lange Vertragslaufzeiten verringern den Abstand. Die Riester-Rente bleibt aber selbst nach 40 Jahren klar im Vorteil.

Teure Produkte

Die Unterschiede zwischen den Riester-Produkten sind groß. Mangelnde Transparenz bescheinigt Finanztest vor allem den Versicherungsprodukten, und das nicht nur bei geförderten Verträgen. Die meisten Lebens- und Rentenversicherungen seien teuer, weil die Vermittler kräftig mitverdienen. „Riester-Rente ist wie Lotto“, schimpft daher Gerd Billen, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, weil viele Riester-Verträge teuer und undurchsichtig sind.

Mit einer schlechten Wahl kann sich der Sparer viel verderben. Wer vor drei oder vier Jahren eine Riester-Rentenversicherung mit Fondsinvestment abgeschlossen hat und jetzt den Anbieter wechselt, dürfte enttäuscht sein: Wahrscheinlich ist bisher kaum Geld im Topf. Dafür hat der Vermittler zu viel bekommen und die Verwaltungskosten waren zu hoch. Aus einem schlechten Riester-Vertrag sollte man dennoch nicht aussteigen. Besser zahlt der Kunde nicht mehr weiter ein, sondern kassiert die Steuervorteile und Riester-Zulagen künftig mit einem besseren Vertrag. Der verlassene Anbieter muss das bisher Eingezahlte plus Zulagen dennoch zum Rentenbeginn für ihn bereithalten. Diese Beitragszusage gilt für jedes Produkt. Auch ein Sparer, der mit der Entwicklung seines Riester-Fondssparplans nicht zufrieden ist, kann diese Notbremse ziehen.

Die Tester raten, um Fondspolicen einen Bogen zu machen, die von Vermittlern gern ins Spiel gebracht werden. Hier ließen hohe Abschlusskosten zu wenig Renditechancen übrig.

Günstige Produkte

Als kostengünstig, sicher und empfehlenswert stuft Finanztest Riester-Banksparpläne ein. Abschlusskosten fallen keine an. Nur die derzeit niedrigen Zinsen stören. Doch das gilt für andere Anlagen, die festverzinslich investieren, ebenso. Die hohe Sicherheit bei niedrigen Kosten macht den Banksparplan besonders bei älteren Riester-Einsteigern und bei sehr sicherheitsbewussten jüngeren attraktiv. Zum Sparen für die eigenen vier Wände eignen sich laut Finanztest auch die neuen Riester-Bausparverträge. Einsteiger bis Ende 30, die nicht auf ein Eigenheim hinarbeiten, sind mit einem Riester-Fondssparplan gut beraten, weil ein solches Investment, wenn man genug Zeit hat, besser in Schwung kommt. Bis zum Ruhestand ist schließlich Zeit, um Schwächephasen auszugleichen (Produkttests unter www.test.de/riester).

Wenn das Geld fehlt

Ein Riester-Vertrag ist flexibel. Wer phasenweise weniger oder nichts mehr verdient, kann seinen Eigenbeitrag senken und bekommt trotzdem weiterhin die vollen Zulagen. Will oder kann jemand vorübergehend nichts mehr einzahlen, kann er den Vertrag jederzeit wieder bedienen.

mm

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