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Riester-Rente: Für viele kann sich ein Vertrag noch 2005 lohnen

- Seit vier Jahren kann mit staatlicher Unterstützung die "Riester-Rente" versichert werden. Jahr für Jahr steigt die Zahl der Verträge sowie die Höhe der Zulagen. Wer sich als Rentenpflichtversicherter (oder Ehepartner eines solchen Versicherten) noch nicht entschieden hat, später aber auch ein Stück vom privaten Rentenkuchen haben möchte, der kann jederzeit einsteigen.

Vorteil für Männer

Vor allem für Männer kann sich das in diesem Jahr lohnen, weil von 2006 an die Tarife der privaten Rentenversicherer nicht mehr zwischen Mann und Frau unterscheiden dürfen ("Unisex-Produkte"). Erwartet wird, dass deshalb die Herren der Schöpfung - wegen ihrer statistisch geringeren Lebenserwartung mit einer daraus folgenden geringeren Rentenlaufzeit - für denselben Ertrag höhere Prämien aufzubringen haben als bisher.

Optimale Förderung

Nur wer bis zum Jahresende 2005 den höchstmöglichen Eigenanteil auf einen Riesterrenten-Vertrag einzahlt, kann die höchste staatliche Beteiligung erwarten. Das bedeutet: Werden zwei Prozent des Vorjahres-Bruttoverdienstes eingezahlt, so können für das Jahr 2005 76 Euro als Grundzulage und je 92 Euro Kinderzulage kassiert werden. In den kommenden beiden Jahren steigen die Zulagen auf 114 beziehungsweise 138 Euro, ab 2008 auf 154 beziehungsweise 185 Euro.

Steuervorteile

Zusätzlich können die Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden: Im Jahr 2005 bis zu 1050 Euro, 2006 und 2007 bis zu 1575 Euro und ab 2008 bis zu 2100 Euro jährlich. Mit den Zulagen und zusätzlichen Sonderausgaben erhöhen sich allerdings auch die selbst aufzubringenden Anteile.

Wenig zahlen, viel sparen

Doch ist es vor allem bei Arbeitnehmern mit nicht allzu hohen Verdiensten möglich, dass der Staatsanteil, der auf einen Riester-Vertrag fließt, die "Förderquote", höher ist als der selbst aufzubringende Betrag.

 Hatte zum Beispiel ein Ehepaar mit zwei Kindern im Jahr 2004 ein Bruttoeinkommen von 30 000 Euro (Einverdienerhaushalt), so beträgt der von der Familie aufzubringende Eigenbeitrag für 2005 nur 264 Euro. Die Rechnung: 2 Prozent von 30 000 Euro = 600 Euro. Davon abgezogen werden die Zulagen (2 x 76 Euro, weil auch der nicht verdienende Ehepartner einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, auf den er selbst nichts einzuzahlen braucht, ergibt 152 Euro, plus 2 x 92 Euro = 184 Euro). Für eine Eigenleistung von 264 Euro erhält die Familie somit eine Zulage von 336 Euro, was einer Förderquote von 56 Prozent entspricht. Auf den Riesterrenten-Konten der Eheleute landen insgesamt 600 Euro.

 Zweites Beispiel: Ein Alleinstehender ohne Kinder hatte im Jahr 2004 ein Bruttoeinkommen von 40 000 Euro. Der von ihm zu leistende Eigenbeitrag beträgt für das Jahr 2005 nur 724 Euro. Die Rechnung: 2 Prozent von 40 000 Euro = 800 Euro - abzüglich der Grundzulage von 76 Euro. Zusätzlich hat dieser Mann im Rahmen der so genannten Günstigerprüfung einen Einkommensteuervorteil von 197 Euro. Die Förderquote beträgt in diesem Fall 34 Prozent.

Steigende Beiträge

Ab 2006 können zulagebegünstigt bis zu 3 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens (höchstens 1575 Euro) angelegt werden - abzüglich der Zulagen. Von der Endstufe im Jahr 2008 an sind 4 Prozent des Vorjahresverdienstes (höchstens 2100 Euro) begünstigt - abzüglich Zulagen.

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