Ringen um Zukunft des Siemens-Trafowerkes

- Nürnberg - In stundenlangen Verhandlungen haben Firmenleitung und Arbeitnehmervertreter am Dienstag um die Zukunft des von Schließung bedrohten Siemens-Trafowerkes in Nürnberg mit 850 Beschäftigten gerungen. Eine Lösung zeichnete sich zunächst nicht ab. Die IG Metall hatte sich zu Zugeständnissen bereit erklärt, im Gegenzug aber eine Standort- und Beschäftigungsgarantie gefordert.

Die Gespräche dauerten am späten Nachmittag an. Es gebe noch keine Ergebnisse, hieß es beim Betriebsrat. Auch ein Unternehmenssprecher sagte, wann und mit welchem Resultat die Verhandlungen abgeschlossen würden, sei offen. Nach Siemens-Angaben leidet das Werk unter zu geringer Auslastung. Die Branche stehe weltweit in einem Konsolidierungsprozess und habe mit Überkapazitäten und Preisverfall zu kämpfen. Teile der Nürnberger Produktion sollen deshalb in Billigstandorte verlagert werden.<BR><BR>Der bayerische IG Metall-Chef Werner Neugebauer hatte vor Beginn der Gespräche die Bereitschaft erklärt, Abstriche von tariflichen Leistungen hinzunehmen. Eine Aufhebung des tariflichen Kündigungsschutzes für ältere Arbeitnehmer komme aber ebenso wenig in Frage wie eine Arbeitszeitverlängerung bei gleichzeitigem Personalabbau. Die Gewerkschaft verlangte ein "Gesamtpaket zur Zukunftssicherung des Standortes".

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax von Eurostärke und Wall Street belastet
Frankfurt/Main (dpa) - Der hohe Eurokurs hat den Dax am Mittwoch belastet. Am Nachmittag drückte die Wall Street zusätzlich auf die Stimmung, da die Gewinne der …
Dax von Eurostärke und Wall Street belastet
Führende Ökonomen fordern radikale Reformen in der Eurozone
Nach Jahren der Finanzkrise verzeichnet Europas Wirtschaft wieder Wachstum. Doch der Aufschwung steht aus Sicht vieler Experten auf wackeligen Füßen. Der Reformdruck …
Führende Ökonomen fordern radikale Reformen in der Eurozone
Goldman Sachs und Bank of America schreiben Verlust
New York/Charlotte (dpa) - Die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform macht den großen Banken des Landes weiter zu schaffen.
Goldman Sachs und Bank of America schreiben Verlust
Bitcoin stürzt unter 10 000 US-Dollar ab
Nach dem Höhenflug folgt der Fall: Gegenüber dem Rekordhoch von Mitte Dezember hat sich der Wert der wichtigsten Digitalwährung in kurzer Zeit halbiert. Die …
Bitcoin stürzt unter 10 000 US-Dollar ab

Kommentare