Ringen um Zukunft des Siemens-Trafowerkes

- Nürnberg - In stundenlangen Verhandlungen haben Firmenleitung und Arbeitnehmervertreter am Dienstag um die Zukunft des von Schließung bedrohten Siemens-Trafowerkes in Nürnberg mit 850 Beschäftigten gerungen. Eine Lösung zeichnete sich zunächst nicht ab. Die IG Metall hatte sich zu Zugeständnissen bereit erklärt, im Gegenzug aber eine Standort- und Beschäftigungsgarantie gefordert.

Die Gespräche dauerten am späten Nachmittag an. Es gebe noch keine Ergebnisse, hieß es beim Betriebsrat. Auch ein Unternehmenssprecher sagte, wann und mit welchem Resultat die Verhandlungen abgeschlossen würden, sei offen. Nach Siemens-Angaben leidet das Werk unter zu geringer Auslastung. Die Branche stehe weltweit in einem Konsolidierungsprozess und habe mit Überkapazitäten und Preisverfall zu kämpfen. Teile der Nürnberger Produktion sollen deshalb in Billigstandorte verlagert werden.<BR><BR>Der bayerische IG Metall-Chef Werner Neugebauer hatte vor Beginn der Gespräche die Bereitschaft erklärt, Abstriche von tariflichen Leistungen hinzunehmen. Eine Aufhebung des tariflichen Kündigungsschutzes für ältere Arbeitnehmer komme aber ebenso wenig in Frage wie eine Arbeitszeitverlängerung bei gleichzeitigem Personalabbau. Die Gewerkschaft verlangte ein "Gesamtpaket zur Zukunftssicherung des Standortes".

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