Riskante Börsenwetten künftig verboten

Berlin - Spekulanten haben bei riskanten Börsenwetten in Deutschland künftig weniger Spielraum. Der Bundesrat billigte am Freitag das Verbot aller “ungedeckten Leerverkäufe“.

Bereits seit Mitte Mai sind bestimmte Leerverkäufe untersagt. Mit dem jetzt beschlossenen Gesetz der schwarz-gelben Koalition wird dieses Verbot ausgeweitet.

Finanzakteure dürfen nur noch mit Aktien, Staatsanleihen und Kreditversicherungen spekulieren, die sie selbst besitzen oder sich geliehen haben.

Neu eingeführt werden auch Meldepflichten, damit die Aufsichtsbehörden einen besseren Überblick haben. Bei “Leerverkäufen“ verkaufen Profi-Anleger wie Hedge-Fonds Aktien in der Hoffnung, sie später zu einem niedrigeren Kurs zurückzukaufen und Gewinne einzustreichen. Bei “gedeckten Leerverkäufen“ leihen sich Investoren die Aktien. Bei “ungedeckten Leerverkäufen“ spekulieren sie mit zu verkaufenden Aktien, ohne sie zuvor ausgeliehen zu haben.

Experten und die Opposition halten den nationalen Alleingang der schwarz-gelben Koalition angesichts weltweiter Geldströme für wirkungslos. Die EU-Kommission will erst im Herbst Vorschläge für ein europäisches Verbot vorlegen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax nimmt kleines Plus ins Wochenende
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat eine durchwachsene Woche mit einem kleinen Plus beendet. Das auf ein Rekordhoch gestiegene Ifo-Geschäftsklima stützte den Leitindex …
Dax nimmt kleines Plus ins Wochenende
Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück
Bei der Deutschen Bahn kommt die Führungsriege nicht zur Ruhe. Nach mehreren Beschlüssen zu Vorstandswechseln soll nun der Chefkontrolleur abtreten. Vorher hatte es …
Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück
Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück
Bei der Deutschen Bahn kommt die Führungsriege nicht zur Ruhe. Nach mehreren Beschlüssen zu Vorstandswechseln soll nun der Chefkontrolleur abtreten. Vorher hatte es …
Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück
Preisexplosion für Flugtickets: Kartellamt prüft Lufthansa
Seit der Air-Berlin-Pleite ist Fliegen innerhalb Deutschlands teurer geworden. Nach vielen Kundenbeschwerden nimmt das Bundeskartellamt die Preise der Lufthansa nun …
Preisexplosion für Flugtickets: Kartellamt prüft Lufthansa

Kommentare