Risse an Airbus-Flügeln entdeckt

- Hamburg - An den Flügeln einiger Airbus-Maschinen sind Risse entdeckt werden. Nun müssen alle Fluggesellschaften ihre Airbus-Jets der Typen A330 und A340 auf Rissbildungen an den Flügeln überprüfen. Das Luftfahrtbundesamt (LBA) in Braunschweig bestätigte am Mittwoch, eine entsprechende Anweisung herausgegeben zu haben. Udo Dehning, Sprecher der Behörde, warnte jedoch davor, die Situation zu dramatisieren.

So genannte Lufttüchtigkeitsanweisungen seien üblich und würden praktisch für jedes größere Passagierflugzeug mitunter mehrmals jährlich herausgegeben. Wie viele Flugzeuge in Deutschland betroffen sind, konnte Dehning nicht sagen.<BR><BR>Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) sind weltweit 600 Maschinen betroffen. Die Überprüfungsanweisung habe die Einstufung "dringlich, aber nicht dramatisch" gehabt. AirbusGeschäftsführer (COO) Gustav Humbert sagte der dpa: "Bei Wartungsarbeiten am A340 sind Risse in den Flügelrippen entdeckt worden." Routinemäßig seien daraufhin die Luftfahrtbehörden informiert worden. "Das ist nichts Dramatisches. Die Flugzeuge können alle weiter fliegen", sagte Humbert.<BR><BR>Die für Airbus verantwortliche französische Luftfahrtbehörde hatte die erste Anweisung herausgegeben und an das LBA weiter geleitet. Die Lufthansa bestätigte, an mehreren Flugzeugen des Herstellers Airbus am Rand von Bohrungen Risse gefunden zu haben. Die Sicherheit sei nicht gefährdet, sagte Lufthansa-Sprecher Michael Lamberty. Bei der deutschen Fluggesellschaft müssten 26 Maschinen geprüft werden. "Der Hinweis war berechtigt", meinte Lamberty.<BR><BR>Die Flügel müssen laut Lufthansa nicht ausgewechselt werden. Um das angegriffene Material zu entfernen, müsse das Loch lediglich etwas vergrößert werden. Anschließend werde es wieder verschlossen wie bei einem Loch im Zahn. Da die Arbeiten während der üblichen Wartung erledigt werden, könnten Kosten und Zeiten nur schwer berechnet werden. Die Untersuchung muss bis Ende März oder bei Erreichen bestimmter Verkehrsleistungen schon früher abgeschlossen sein. Der Flugbetrieb der Lufthansa sei nicht beeinträchtigt.<BR><BR>Überprüfungen auf Anweisung des Luftfahrtbundesamtes gehören in der Branche zum Alltag. In dringenden Fällen dürfen die Maschinen bis zur Untersuchung nicht mehr starten, in anderen Fällen haben die Fluggesellschaften teils mehrere Jahre Zeit für Umbauten.

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