Schoko-Streit:

Ritter Sport will keinen Schadenersatz

Stuttgart - Trotz seines Erfolgs vor Gericht im Schoko-Streit mit der Stiftung Warentest verzichtet Ritter Sport auf eine Schadenersatzklage gegen die Verbraucherschutzorganisation.

"Wir werden nicht gegen die Stiftung Warentest klagen", sagte Unternehmenssprecher Thomas Seeger dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Das Unternehmen habe beweisen wollen, "dass unsere Deklaration korrekt ist". Das habe Ritter Sport erreicht.

Der Schokoladenhersteller hatte vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest erreicht. Die Verbraucherschutzorganisation darf nach dieser Entscheidung nicht mehr behaupten, Ritter verwende für seine Voll-Nuss-Schokolade statt des natürlichen Vanille-Aromas ein künstliches Vanille-Aroma.

Die Stiftung Warentest hatte kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres der Voll-Nuss-Schokolade von Ritter Sport die Note "mangelhaft" gegeben. In dem Testbericht hatten die Tester geschrieben, bei der Schokolade sei der chemisch hergestellte Aromastoff Piperonal nachgewiesen worden. Zu diesem Ergebnis waren die Tester aber nur auf Grund von Schlussfolgerungen gekommen - einen Nachweis für eine chemische Herstellung des Piperonal hatten sie nicht. Dieser Aromastoff kann auch natürlich hergestellt werden.

afp

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bayer sagt Trump Milliardeninvestitionen in den USA zu
Leverkusen/New York - Bayer und Monsanto wollen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump mit Investitionen und US-Arbeitsplätzen von ihrer Fusion überzeugen.
Bayer sagt Trump Milliardeninvestitionen in den USA zu
Bis zu 90 Prozent: Deutsche Bank will Boni kürzen
Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank könnte Medienberichten zufolge schon bald drastische Einschnitte bei den Boni ihrer Mitarbeiter verkünden.
Bis zu 90 Prozent: Deutsche Bank will Boni kürzen
Experte erklärt: So teuer kommt uns der Brexit
London - Theresa May kündigte am Dienstag den klaren Bruch mit der EU an. In unserer Zeitung erklärt der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Clemens Fuest, wie teuer …
Experte erklärt: So teuer kommt uns der Brexit
Großkonzerne wollen Plastik reduzieren
New York - Bis 2050 wird einer Studie zufolge mehr Plastikmüll in den Weltmeeren schwimmen als Fische - wenn nicht schnell gehandelt wird. Genau das tun jetzt 40 große …
Großkonzerne wollen Plastik reduzieren

Kommentare