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Kuka-Roboter: Mitten in der Übernahmedebatte geht ein neues Entwicklungszentrum in Betrieb. Foto: Marijan Murat

Roboterbauer Kuka nimmt neues Technologiezentrum in Betrieb

Augsburg (dpa) - Einen Tag vor Ablauf der offiziellen Frist zur Übernahme von Kuka-Aktien durch den chinesischen Investor Midea nimmt der Roboterhersteller ein neues Entwicklungszentrum in Betrieb.

Zu der Eröffnung des 60 Millionen Euro teuren Neubaus in Augsburg werden heute EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) und Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) erwartet.

Am Freitag wird dann die reguläre Frist ablaufen, in der Kuka-Aktionäre an Midea verkaufen können. Da sich der Hausgerätehersteller allerdings bislang bereits rund 64 Prozent der Aktien gesichert hat - das sind mehr als doppelt so viele wie ursprünglich angepeilt -, wird es für die bislang Unentschlossenen noch einmal eine zweiwöchige Nachfrist geben. Midea bietet 115 Euro pro Aktie, der Börsenkurs der Kuka-Papiere hat sich nach Bekanntwerden der Übernahmepläne etwa 10 Euro darunter eingependelt.

Die Übernahmepläne aus China sorgen für viele Diskussionen auch in Berlin und Brüssel, weil Kuka Zukunftstechnologien wie die "Industrie 4.0", worunter die komplette Digitalisierung der Produktion verstanden wird, mit vorantreibt. Mehrfach wurde kritisiert, dass kein europäischer Investor ein Gegenangebot vorgelegt hat.

Der Kuka-Vorstand hat mit Midea einen bis einschließlich 2023 gültigen Investorenvertrag geschlossen, um bis dahin die Unabhängigkeit der Konzernzentrale in Augsburg zu sichern. Der Roboter- und Logistikspezialist hat an seinem Stammsitz ein 39 000 Quadratmeter großes Technologiezentrum erreichtet, in dem künftig 800 der 3500 Augsburger Beschäftigten ihre Arbeitsplätze haben sollen.

Mitteilung Midea zur Kuka-Übernahme mit aktuellen "Wasserstandsmeldungen" zur Zahl der übernommenen Aktien

Infos zum Kuka-Technologiezentrum

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