Roche baut Penzberger Werk massiv aus

- Penzberg - Die einstige Bergbaustadt im Alpenvorland entwickelt sich immer mehr zum High-Tech-Zentrum. Mit Biologics IV erweitert der schweizerische Roche-Konzern sein Werk in Penzberg - das jetzt schon mit 3700 Mitarbeitern der größte Wirtschaftsfaktor der Region im Münchner Süden ist.

 Gleichzeitig mit der Grundsteinlegung (mit Roche-Chef Franz Humer und Ministerpräsident Edmund Stoiber) geht Biologics III, in das 130 Millionen Euro investiert wurden, in Betrieb. In dem Gebäude mit 6600 Quadratmetern wird Erythropoietin hergestellt, ein Mittel zur Behandlung von Blutarmut bei Nierenerkrankungen oder als Folge von Chemotherapien bei der Krebsbekämpfung. Das Hormon steuert im Körper die Bildung von roten Blutkörperchen. Die gerade eröffnete High-Tech-Anlage bietet 50 neue Arbeitsplätze.

Noch größer wird der Zuwachs durch den neuen Bauabschnitt, in den insgesamt 290 Millionen Euro investiert werden: Auf 26 000 Quadratmetern soll von 150 Mitarbeitern ab 2007 das Brustkrebsmittel Trastuzumab hergestellt werden, von dem sich Roche erwartet, "den Ansatz der Brustkrebstherapie zu verändern". Das Mittel, ein biotechnologisch hergestellter "monoklonaler Antikörper", richtet sich gegen eine besonders aggressive Brustkrebs-Art mit ungünstiger Prognose.

Es wird zunächst bei fortgeschrittenem Brustkrebs eingesetzt und ist nach Angaben von Roche wirksamer als andere Medikamente. Es soll sowohl die Überlebensdauer von Patientinnen als auch deren Lebensqualität verbessern. Trastuzumab kann auch ohne Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt werden.

Bereits heute ist Penzberg der größte europäische Biotech-Standort von Roche. Dort werden unter anderem Enzyme, Proteine, Antikörper und Hormone hergestellt.

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