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Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat die Forderung seiner Kabinettskollegin Ilse Aigner nach der Verstaatlichung von Stromtrassen zurückgewiesen.

FDP kontra CSU

Stromtrassen: Rösler gegen Verstaatlichung

Berlin - Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat die Forderung seiner Kabinettskollegin Ilse Aigner (CSU) nach der Verstaatlichung von Stromtrassen zurückgewiesen.

„Das ist mit der FDP nicht zu machen“, sagte Rösler der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag). Der FDP-Chef nannte den Vorstoß Aigners eine „abwegige Idee“. Es sei ein Irrglaube, den Staat für den besseren Unternehmer zu halten. Für ihn bleibe es dabei, dass der Ausbau und Betrieb der Stromnetze eine Aufgabe der Wirtschaft sei. Für den Netzausbau sei zudem eine ausreichende Finanzierungsbereitschaft der Netzbetreiber und anderer Investoren vorhanden.

Bundesverbraucherministerin Aigner hatte angesichts der schwierigen Umsetzung der Energiewende einen stärkeren Zugriff des Staates auf das Stromnetz ins Gespräch gebracht. „Wir sollten in der kommenden Wahlperiode überlegen, zentrale Trassen zu verstaatlichen“, sagte sie dem Magazin „Focus“. Bei der Bahn werde dies ähnlich gehandhabt. Beim Stromnetz trage der Staat einen Großteil der Risiken und solle daher künftig auch mehr entscheiden können, forderte Aigner. Die deutschen Stromautobahnen werden von den Unternehmen Tennet, Amprion, 50Hertz und TransnetBW betrieben.

dpa

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