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Viele Energieversorger wollen zum nächsten Jahr die Prfeis erhöhen - und werden dafür von vielen Seiten kritisiert.

Röttgen rügt Strompreiserhöhungen als unbegründet

Berlin - Die von vielen Energieversorgern geplanten Strompreiserhöhungen sind nach Ansicht von Bundesumweltminister Norbert Röttgen hausgemacht und unbegründet.

Die Hauptursache der geplanten Preiserhöhungen liege vor allem “im wirtschaftlichen Verhalten der Unternehmen selbst“, sagte der CDU-Politiker Röttgen der Zeitung “Die Welt“ (Montagausgabe) laut Vorabmeldung. So würden “nicht alle gesunkenen Einkaufspreise an die Kunden weitergeben“.

Falsch sei es, erneuerbare Energien für Strompreiserhöhungen verantwortlich zu machen. Schließlich sei der Förderanteil der Erneuerbaren am Strompreis äußerst gering: “Für einen vierköpfigen Haushalt macht das im nächsten Jahr 5,95 Euro an der Stromrechnung aus“, rechnete der Minister vor.

Die Verbraucher forderte Röttgen auf, die Möglichkeiten des Wettbewerbs zu nutzen, sich zu informieren und gegebenenfalls zu wechseln.

Laut einer Marktübersicht des Verbraucherportals toptarif.de wollen zum Jahreswechsel bundesweit mindestens 46 Versorger ihre Preise um durchschnittlich 4,7 Prozent erhöhen. Dies bedeute für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden pro Jahr durchschnittlich eine Mehrbelastung von 43 Euro.

Neben vielen kleineren und mittleren Stadtwerken planen auch Großunternehmen wie Vattenfall, EnBW und EWE eine Erhöhung ihrer Stromtarife. Deutschlands fünftgrößter Versorger EWE will den Strompreis zum Jahreswechsel drastisch um 14 Prozent anheben.

AP

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