Rohstoffe, Aktien und Hedgefonds: Darauf setzt die Deutsche Bank

- Frankfurt - Aktien, Gold, Rohstoffe und Hedgefonds: Mit diesen Anlageformen wird sich nach Einschätzung der Deutschen Bank in den nächsten Monaten das meiste Geld verdienen lassen. Erstmals seit längerer Zeit rückt Deutschland wieder ins Visier von Renditejägern. "Wir haben eine relativ einmalige Chance, aus dem Tal der Tränen herauszukommen", erklärte Klaus Martini, einer der führenden Anlagestrategen der Deutschen Bank. "Wir sehen bereits eine einsetzende Aufbruchstimmung", sagte er mit Blick auf die im Herbst geplante Bundestagswahl.

Eine neue, von der Union geführte Bundesregierung "wird ein zweijähriges Zeitfenster haben, in der man richtig loslegen kann", sagte Martini. Deutschland stehe vor gewaltigen Herausforderungen. "Doch aus jedem Problem kann man etwas machen und eine Geldanlagechance entwickeln", betonte er. Schon jetzt gebe es Anzeichen, dass es in Deutschland wieder aufwärts gehe: die positive Entwicklung bei den Lohnstückkosten, die Rückeroberung von Marktanteilen im Export und die auf den Weg gebrachten Arbeitsmarktreformen. "Das Problem: Die Arbeitsmarktreformen zeigen - noch - keine Wirkung."Deutsche Aktien sind nach Martinis Worten attraktiv: Die Aussicht auf Reformen, die verbesserte Bilanzqualität und gestiegene Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen eröffneten Chancen auf Kurssteigerungen. Den Deutschen Aktienindex erwarten die Anlagestrategen der größten deutschen Bank in den nächsten zwölf Monaten bei 4800 bis 5050 Punkten. Gestern schloss das wichtigste deutsche Börsenbarometer bei 4627 Punkten. Den japanischen Aktienmarkt hält er ebenfalls für verlockend.Auch Rohstoffe wie Erdöl und Stahl blieben eine Investition wert, denke man nur an den immensen Nachholbedarf und die steigende Nachfrage in Asien, sagte Martini. Die in Deutschland umstrittenen Hedgefonds bilden nach Einschätzung des Anlagestrategen neben Rohstoffen das zweite Standbein eines alternativen Investments. "Sie bringen eine Art Versicherungskomponente ins Portfolio", rät Martini zur Beimischung. Sehr interessant sei auch die Entwicklung beim Gold, nach dem es derzeit eine starke reale Nachfrage gebe. "Jüngst ist der Goldpreis erstmals auch in Euro gestiegen und hat sich damit etwas vom US-Dollar abgekoppelt", erklärte Martini.

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