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Die Drogeriemarktkette Rossmann wächst und wächst.

Nach Schlecker-Pleite

Rossmann fährt Rekord-Wachstum ein

Burgwedel - Als Profiteur der Schlecker-Pleite eilt der Branchenriese Rossmann zu neuen Rekorden. Firmengründer Dirk Roßmann hält ein zweistelliges Wachstum auf Jahre für wahrscheinlich. Mit dem frischen Geld in der Kasse wird weiter expandiert.

Nach dem Zusammenbruch des Schlecker-Imperiums steuert die Drogeriemarktkette Rossmann auf neue Rekorde zu. 45 Millionen zusätzliche Kunden hätten vergangenes Jahr hierzulande den Weg in Rossmann-Verkaufsstellen gefunden, deren Zahl im Inland binnen Jahresfrist um 142 Filialen wuchs (plus 9 Prozent). Das teilte das Unternehmen am Donnerstag zur Bilanz mit.

Deutschlands zweitgrößte Drogeriemarktkette hatte 93 Filialen der insolventen Schlecker-Tochter IhrPlatz übernommen. Das Imperium von Anton Schlecker war 2012 in einer der spektakulärsten Firmenpleiten des Jahres untergegangen. Rossmann war neben dem neuen Platzhirschen dm der größte Profiteur. „Wir sind mit der Entwicklung sehr sehr zufrieden“, bilanzierte Firmenchef und -gründer Dirk Roßmann am Donnerstag am Unternehmenssitz in Burgwedel nahe Hannover. Das zusätzliche Jahresumsatzvolumen der übernommenen und zum Großteil schon umgebauten Schlecker-Läden liege bei etwa 250 Millionen Euro.

Die nach Filialzahl hierzulande stärkste Drogeriemarktkette hielt ihr rasantes Wachstumstempo aus dem vergangenen Jahr auch 2013 im Auftaktquartal bei. Von Januar bis Ende März verbuchte die Gruppe 1,54 Milliarden Euro Umsatz, was einem Plus von 16,4 Prozent Plus zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. Das Unternehmen, das vom Umsatz her hinter dm rangiert, bleibt damit nach eigenen Angaben die wachstumsstärkste Drogeriemarktkette Deutschlands.

2012 hatten die Niedersachsen 5,95 Milliarden Euro Erlöse eingefahren - 16,1 Prozent Zuwachs. Der Konkurrent dm sprach jüngst davon, 2012 im Umsatz die 7-Milliarden-Euro-Grenze geknackt zu haben.

Rossmann fuhr 2012 vor Zinsen und Steuern (Ebit) auch ein Rekordergebnis ein. Es liege bei vier Prozent vom Umsatz, was auf Basis der mitgeteilten gerundeten Zahlen 238 Millionen Euro sind.

„Das war unser absolut bestes Geschäftsjahr. Mit vier Prozent liegen wir wahrscheinlich auch ganz weit vorne, was die Rentabilität angeht“, sagte Roßmann. „Vor Ihnen sitzt ein sehr zufriedener Unternehmer.“ Der Wettbewerb mit dem Konkurrenten dm, der nach der Schlecker-Pleite vergangenes Jahr der neue Platzhirsch der Branche hierzulande ist, sorge ihn nicht. Er sei zuversichtlich, dass auch in den nächsten Jahren ein zweistelliges Wachstum drin sei.

Rossmann treibt die Expansion weiter voran. 280 neue Filialen seien im In- und Ausland geplant. In der Türkei etwa standen zum Ende des Jahres mit 16 Läden doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Zwar hat Rossmann dort 2,5 Millionen Euro Verlust geschrieben, wie Dirk Roßmann verriet. Das Türkei-Geschäft bleibe auch absehbar defizitär. Doch der Markt sei auf längere Sicht vielversprechend. Neben der Türkei hat Rossmann Auslandstöchter in Polen, Ungarn, Tschechien und Albanien. Starts in weiteren Länder seien nicht ausgeschlossen.

dpa

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