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Nach der Entschädigungs-Einigung in den Vereinigten Staaten fordern Verbraucherschützer nun auch in Deutschland entsprechendes Entgegenkommen des VW-Konzerns.

Nach Einigung in den USA

Rückkauf oder Entschädigung: Was bietet VW in Deutschland?

Wolfsburg - Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen haben Verbraucherschützer den Autokonzern aufgefordert, deutschen Kunden den Rückkauf von betroffenen Diesel-Autos anzubieten.

"Das wäre ein gutes Angebot und eine kulante Lösung, die dem VW-Image gut tun würde", sagte der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv), Klaus Müller, dem "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). Alternativ schlug er eine Entschädigung in Höhe von rund 1000 Euro vor.

Bei einem Rückkauf könnten Kunden nur den Zeitwert verlangen, nicht den Neupreis, räumte Müller ein. Für Kunden, die ihr Auto behalten wollen, sollte VW alternativ eine Entschädigung anbieten, um den absehbaren Mehrverbrauch beim Kraftstoff oder die Leistungseinschränkungen auszugleichen. "Wir hielten einen Betrag von rund 1000 Euro für angemessen", sagte Müller.

In den USA einigte sich Volkswagen offenbar kurz vor einem Fristablauf mit den US-Behörden auf eine außergerichtliche Lösung. Die betroffenen Autobesitzer sollen eine Entschädigung von jeweils 5000 Dollar (rund 4400 Euro) erhalten, wie die "Welt" berichtete. Davon unabhängig müsse der Konzern die Kosten für die Umrüstung der Wagen tragen.

Am Donnerstag läuft ein Ultimatum ab, das ein US-Bundesrichter in San Francisco dem Konzern gesetzt hatte, um sich mit den Behörden über einen Plan zur Bereinigung des Skandals einig zu werden. Der Aktienkurs von VW stieg nach den Berichten über eine Einigung deutlich. Zwischenzeitlich lag er siebeneinhalb Prozent im Plus, am Donnerstagmittag immer noch gut fünf Prozent.

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