Die Rückkehr der Aktie: Was 2003 aus einem Euro wurde

- Die Bücher sind geschlossen, nun gilt es Bilanz zu ziehen. Wurde das Vermögen geschmälert, wurde es mehr? Wir sagen Ihnen, was im Jahr 2003 aus einem Euro wurde.

<P>Der Dollar war der Flop des Jahres. Experten hatten mit einem Euro-Anstieg gerechnet. Das Ausmaß überraschte auch sie. Wer Dollars gebunkert hat, behielt von einem investierten Euro am Ende des Jahres 86 (Euro-)Cent.</P><P>Glanz ohne Ertrag<BR>Wenn sie Gold hörten, blitzten die Augen der soliden Anleger auf. Von hohen 348,50 US-Dollar pro Feinunze stieg das Edelmetall unaufhörlich weiter auf über 414 Dollar. 19 % Rendite - eine schöne Sache. Dumm nur, dass Gold in Dollar abgerechnet wird und der Dollar fiel. Das zehrte den schönen Gewinn auf: Ein Euro am 30. Dezember 2002 in Gold investiert blieb ein Euro. Dabei wäre Metall keine schlechte Wahl gewesen Platin machte aus dem Euro 1,14 Euro, Elektrolytkupfer sogar 1,24 Euro. Grau ist alle Theorie und der Erfolg: In Zinn gegossen wurden aus dem Euro 1,26 Euro. Blei war genauso erfolgreich.</P><P>Die hohe Kante<BR>Das Sparbuch hat mehr eingebracht als Gold. Es wurde dennoch kein Renditeknaller. Rund 1,02 Euro wurden aus dem angelegten Euro. Wer geschickt am Geldmarkt jonglierte konnte mehr raus holen: 1,03 Euro mit etwas Glück auch ein wenig mehr.</P><P>Dümpeln im sicheren Hafen<BR>Im sicheren Hafen Anleihen ging es auf und ab: Der Staatsanleihen-Index Rex startete mit 117,56 und schloss mit 117,73. Nicht der Rede wert - wären nicht die ausgeschütteten Zinsen. Die zeigen sich im Rex-Performance-Index. Der stieg um 4,1 % auf 284,72 Aus einem Euro wurden so 1,04 Euro.</P><P>Überflieger<BR>Nun zu den Flops der vorangegangenen Jahre: Aktien. Sie sanken im ersten Quartal weiter - und gingen dann auf Erholungskurs. Im Dax-Durchschnitt wurden so aus einem Euro 1,40 Euro. Man konnte aber auch in diesem guten Aktienjahr auf die Nase fallen. Mit Münchener-Rück-Papieren etwa. Die sanken um 15 %. Doch wer den richtigen Riecher hatte, konnte seinen Einsatz mehr als verdoppeln. Commerzbank-Aktien machten aus dem Euro 2,08 Euro (aufgerundet). Nur einen Hauch erfolgreicher war Aufsteiger Continental (2,08 Euro - abgerundet). Technologietitel der zweiten Reihe gingen zum Teil weit besser ab: Zwölf Aktien im Tec-Dax legten um mehr als 100 % zu. Den Vogel schoss Freenet ab: Die Aktie steigerte sich von 4,64 Euro auf 55,25. Aus einem Euro wurden 11,91 Euro. Dahinter lag die der Pleite entkommene Mutter Mobilcom (4,80 Euro). Erfolge, die sich so wohl nicht wiederholen. Man hätte es früher wissen müssen.</P><P>Der Dollar zehrte <BR>Insgesamt schlugen sich die deutschen Aktien außerordentlich gut. Wer sein Geld außerhalb der Euro-Zone anlegte, hatte weniger davon - geschmälert wurde der Ertrag überdies durch die Euro-Stärke. Der Nikkei-Index machte aus einem Euro, 1,20 Euro, der Dow-Jones gerade mal 1,05 Euro.</P>

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