+
Rückruf: Das Produkt eines Naturkosthändlers kann zu Vergiftungen führen. 

Warnung an Verbraucher

Rückruf: Beliebtes Bio-Produkt kann tödliche Vergiftungen hervorrufen

Rückruf: Der Naturkosthändler Gesund & Leben warnt vor einem beliebten Bio-Produkt aus seinem Sortiment. Es kann zu schweren Vergiftungen führen.

Update vom 5. Dezember: Nicht verzehren! Die Discounter Aldi, Netto und Lidl warnen die Kunden am Dienstag vor einem Produkt, das in mehreren Bundesländern verkauft wurde.

Update vom 3. Dezember 2018: Wieder einmal gibt es einen Produkt-Rückruf, der einen bekannten Supermarkt betrifft. Der Süßwarenhersteller „Nawarra Süßwaren GmbH“ warnt vor allem vor einer Gesundheitsgefahr für Allergiker.

Rückruf: Leckeres Bio-Produkt kann tödliche Vergiftungen hervorrufen

Der Naturkosthändler „Gesund & Leben“ in Stockach am Bodensee warnt vor dem Verzehr seines Produkts „Bio bittere Aprikosenkerne“. Laut dem Unternehmen sowie dem Bundesamt für Verbraucherschutz wurde festgestellt, dass die Aprikosenkerne einen stark erhöhten Blausäure-Gehalt aufweisen. Dies könne zu Vergiftungen und sogar zum Tod führen. 

Lesen Sie auch: Achtung, Edeka ruft Produkt wegen Verletzungsgefahr zurück

Rückruf von Bio-Aprikosenkernen: Dringende Warnung vor dem Verzehr

Vor dem Verzehr der Bio-Aprikosenkerne wird deshalb dringend gewarnt. Blausäure sei für Menschen hochgiftig. Anzeichen für eine Vergiftung könnten starke Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen sowie Erstickungsgefühle sein.

Rückruf betrifft das folgende Bio-Produkt

Betroffen sei das Produkt „BIO Bittere Aprikosenkerne“ in 50- und 200-Gramm-Packungen mit Mindesthaltbarkeitsdaten vom 31. Januar 2019 bis 28. Februar 2020 (jeweils einschließlich). Die Artikelnummern lauteten 37.720 und 37.722. Die Kerne werden in nahezu allen Bundesländern vertrieben. Verbraucher können sie in den jeweiligen Märkten zurückgeben, der Kaufpreis wird erstattet.

Auch interessant: Rossmann erweitert das Sortiment - bald neue Artikel nur für Erwachsene

Blausäure ist laut einer Mitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung ein Toxin, dass natürlich in bitteren Aprikosenkernen enthalten ist. Die Freisetzung erfolge beim Kauen der Kerne. In jüngster Zeit werde vermehrt im Interner verbreitet, dass bittere Aprikosenkerne angeblich gegen Krebs helfen sollen.

Dafür gebe es aber keine wissenschaftlichen Belege. Auch unabhängig von dem Rückruf rät das Institut, nicht mehr als zwei bittere Aprikosenkerne pro Tag zu verzehren oder ganz darauf zu verzichten.

Lesen Sie auch: Netto verkauft Zebra-Steaks - und bringt Kunden auf die Palme: „Nur noch krank!“

Bio-Aprikosenkerne: Bayerisches Staatsministerium nimmt Stellung

In einer Stellungnahme des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz heißt es: „Die Nachfrage nach bitteren Aprikosenkernen ist gestiegen, seit in verschiedenen Medien der Verzehr als alternativmedizinische Maßnahme zur Krebsbehandlung empfohlen wurde. Diese Empfehlungen zielen auf nicht wissenschaftlich anerkannte, therapeutische Wirkungen ab und lassen die für ein Lebensmittel anzuwendenden Sicherheitsaspekte in gefährlicher Weise außer Acht.“

Das könnte Sie auch interessieren: Pharma-Riese ruft Antibabypille zurück - Verbrauch kann ernste Folgen haben

Das könnte Sie auch interessieren: Große Überraschung seit Donnerstag: Diese Produkte gab es bei Aldi noch nie

dpa/smu

Video: 6 gefährliche Lebensmittel

Lesen Sie auch: Online-Shopping, Kosmetik und Asylrecht - Das ändert sich zum 1. Dezember

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mehr als 8500 Anträge auf Dürrehilfen von Landwirten
Berlin (dpa) - Nach dem trockenen und heißen Sommer haben Landwirte bundesweit bisher mehr als 8500 Anträge auf Dürrehilfen gestellt. Bei den Bundesländern seien zum …
Mehr als 8500 Anträge auf Dürrehilfen von Landwirten
Nissan beruft vorerst keinen Nachfolger für Ghosn
Die Affäre um die angeblichen Verfehlungen des in Japan inhaftierten Automanagers Carlos Ghosn belastet die Allianz zwischen Nissan und Renault. Nachdem die Japaner …
Nissan beruft vorerst keinen Nachfolger für Ghosn
Malaysia verklagt Goldman Sachs im 1MDB-Skandal
New York/Kuala Lumpur (dpa) - Malaysia hat Goldman Sachs im seit Jahren andauernden Streit um einen mutmaßlichen Korruptions- und Geldwäscheskandal beim Staatsfonds 1MDB …
Malaysia verklagt Goldman Sachs im 1MDB-Skandal
Schwach erwartete US-Börsen drücken Dax ins Minus
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat nach einem zeitweise richtungslosen Verlauf deutlich nachgegeben. Es dürfte vor allem die schwach erwartete Wall Street sein, die für …
Schwach erwartete US-Börsen drücken Dax ins Minus

Kommentare