Produkt-Rückruf, Supermarkt
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Produkt-Rückrufe sind vor allem in Supermärkten keine Seltenheit.

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Produkt-Rückruf gestartet: Was bedeutet das und wie sollte man sich verhalten?

  • Felix Durach
    vonFelix Durach
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Wenn fehlerhafte Produkte dennoch ihren Weg in den Verkauf finden, wird oft ein Rückruf gestartet. Was das bedeutet und wie man sich als Kunde verhalten sollte, haben wir hier zusammengefasst.

  • Wenn es bei der Herstellung von Produkten zu Fehlern kommt, wird oft ein Rückruf gestartet. 
  • Mit einem Rückruf wollen die Unternehmen das betroffene Produkt vom Markt nehmen. 
  • Wie Sie sich im Falle eines Rückrufes verhalten sollen, haben wir hier zusammengefasst. 

München - Immer wieder kann es bei der Herstellung von Produkten zu Fehlern kommen. Ein Fahrrad mit lockeren Schrauben, Salmonellen im Hackfleisch oder Keime in Hautpflegeprodukten sind nur wenige Beispiele, was bei der Verarbeitung von Waren schieflaufen kann. Problematisch wird es vor allem dann, wenn diese Fehler von der Qualitätskontrolle nicht erkannt werden und die Produkte normal in den Handel gelangen. Dann kann die gefährliche Ware bei nichtsahnenden Verbrauchern zu ernsthaften (gesundheitlichen) Schäden führen.

Rückruf von fehlerhaften Produkten: So werden die Waren aus dem Verkauf gezogen

Um fehlerbehaftete Produkte und Waren, die dennoch den Weg in Supermärkte, Discounter* oder sogar zu Kunden nachhause gefunden haben, aus dem Verkehr zu ziehen, startet das produzierende Unternehmen dann einen sogenannten Rückruf. Bei einem Rückruf veröffentlicht das Unternehmen eine Erklärung, in der  aufgeführt wird, bei welchem Produkt ein Fehler aufgetreten ist und um welche Art von Fehler es sich dabei handelt. 

Dabei wird meistens auch kommuniziert, welche Schäden auftreten können, wenn die Produkte dennoch verwendet werden und ob es eine besondere Risikogruppe gibt. So kann zum Beispiel Kinderspielzug von einem Rückruf betroffen sein, weil sich kleine Teile lösen können und dann eine Erstickungsgefahr darstellen. In diesem Fall wären Kleinkinder und Säuglinge als Risikogruppe besonders von dem zurückgerufenen Produkt betroffen. 

Vor allem bei Lebensmitteln kommt es nicht selten zu Produktrückrufen. 

Produkt-Rückruf: Das passiert nach einem Rückruf - so erfahren Kunden davon

Im Falle eines erfolgten Rückrufes wird das entsprechende Produkt dann umgehend von Geschäften, Supermärkten und Discountern* aus dem Verkauf genommen, damit nicht noch mehr fehlerhafte Waren an die Endkonsumenten verkauft werden können. Besonders wichtig ist es bei einem Rückruf aber auch, die Kunden, welche die betroffenen Produkte bereits gekauft haben, zu informieren und auch diese Produkte ebenfalls aus dem Verkehr zu ziehen. 

Kunden sollten deswegen immer aufmerksam sein, wenn es um Rückrufe geht. Oft werden diese direkt in den Geschäften ausgeschrieben, aber auch auf diversen Seiten im Internet geteilt. Ein weiteres Mittel für die Verbreitung von Rückrufen ist die Katastrophenwarn-App KATWARN. Diese versendet bei besonders schwerwiegenden Rückrufen eine Push-Benachrichtigung an auf das Smartphone.

Auch im Rahmen der Corona-Krise* kam es beispielsweise zu einem Rückruf, der bestimmte Schutzmasken* betraf. 

Rückruf: Betroffenes Produkt gekauft? So sollten sich Kunden verhalten

Doch wie sollten Sie sich verhalten, wenn Sie ein Produkt erworben haben, dass von einem Rückruf betroffen ist? Der erste und offensichtliche Schritt ist dabei, dass Produkt nicht mehr zu benutzen bzw. es in besonderen Fällen aus der Reichweite von Kleinkindern oder Allergikern zu bringen. Der zweite Schritt hängt dann etwas vom jeweiligen Rückruf ab. Die Standardprozedur dabei ist jedoch, das vom Rückruf betroffene Produkt im Laden zurückzugeben, wo man es erworben hat. Dabei wird meistens kein Kassenbon benötigt und der Kaufpreis wird erstattet. Über abweichende Prozeduren informiert das Unternehmen im Rückruf

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

fd

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