Rückrufaktion: Spielzeugperlen aus China enthalten giftige Chemikalien

Der Spielwarenanbieter Giochi Preziosi Deutschland warnte am Montag vor der Verwendung von entsprechenden Bastelsets mit der Bezeichnung "Bindeez". Gekaufte Ware könne bei den Händlern zurückgegeben werden, teilte das Unternehmen am Montag in Fürth mit.

Nach der Rückrufaktion in den USA werden Spielzeugperlen aus China nun auch vom deutschen Markt zurückgeholt. In den Vereinigten Staaten und in Australien waren Kinder erkrankt, die die Perlen, die dort unter dem Namen "Aqua Dots" vertrieben werden, versehentlich verschluckt hatten. Die Kügelchen enthalten den Weichmacher Butandiol. Die Chemikalie kann nach Angaben von Experten beim Verschlucken zu Benommenheit führen, in höheren Dosen auch zum Koma oder sogar zum Tod.Das zur Fürther Simba-Dickie-Gruppe gehörende Unternehmen Giochi Preziosi Deutschland vertreibt diese Perlen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es handle sich um "einige tausend" Bastelsets, sagte Sprecherin Isabel Weishar. Bereits in der vergangenen Woche sei eine Rückholaktion bei den Händlern gestartet worden. Das Unternehmen habe zudem ein Institut mit neuen Tests beauftragt. Mit den Ergebnissen sei im Laufe der Woche zu rechnen, sagte Weishar. In den USA waren von der Rückrufaktion 4,2 Millionen Exemplare des Spielzeugs betroffen. China hatte den Export daraufhin gestoppt. (dpa)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Darum zahlt die EU den Zuckerherstellern knapp 200 Mio. Euro
Geldregen für die Fabrikanten des süßen Nahrungsmittels: Zuckerhersteller dürfen sich über eine Zahlung von insgesamt fast 200 Millionen Euro freuen, resultierend aus …
Darum zahlt die EU den Zuckerherstellern knapp 200 Mio. Euro
Bericht: Edeka legt sich mit Nestlé an
Hamburg (dpa) - Im Lebensmittelhandel bahnt sich ein Kampf der Giganten an: Edeka hat nach einem Bericht der "Lebensmittel Zeitung" damit begonnen, Schritt für Schritt …
Bericht: Edeka legt sich mit Nestlé an
Lettlands Zentralbankchef soll Bestechungsgeld bezogen haben
Riga (dpa) - Der festgenommene lettische Zentralbankchef Ilmars Rimsevics soll mindestens 100 000 Euro Bestechungsgeld angenommen haben. Dies teilten Vertreter der …
Lettlands Zentralbankchef soll Bestechungsgeld bezogen haben
Der Siegeszug der Eigenmarken geht weiter
Mit ihren Eigenmarken sichern sich die Handelsketten einen immer größeren Teil des Marktes. Vor allem Markenhersteller aus der zweiten Reihe spüren die Konkurrenz. Doch …
Der Siegeszug der Eigenmarken geht weiter

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion