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Seit dem 17. Oktober wird die Abfahrt der ICE und Intercity-Züge an allen Bahnhöfen etwas früher eingeleitet.

Fahrgastverband besorgt

Ruf nach Schlupfloch für spät eintreffende Bahnreisende

Berlin - Beim neuen vorzeitigen Schließen der Türen an Fernzügen der Deutschen Bahn muss aus Sicht des Fahrgastverbands Pro Bahn ein Schlupfloch für spät eintreffende Reisende bleiben.

"Man muss sehen, dass die letzte Tür - dort wo der Zugbegleiter einsteigt - bis ganz kurz vor der Abfahrt offen bleibt", sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Generell sei es aber ein begrüßenwerter Schritt zu mehr Pünktlichkeit, wenn die Zugtüren 15 Sekunden vor der Abfahrt schließen. Notwendig sei aber auch eine bessere Information.

Seit dem 17. Oktober wird die Abfahrt der ICE und Intercity-Züge nach Bahnangaben an allen Bahnhöfen etwas früher eingeleitet: Die Bandansage startet nun 45 Sekunden vor dem Losfahren. Die Türen schließen bereits 30 bis 15 Sekunden, bevor der Zug sich in Bewegung setzt. So kann er auf die Sekunde genau den Bahnhof verlassen. Bei SWRinfo warnte Naumann davor, die Türen noch früher zu schließen. "Viele Pendler kommen eben 30 Sekunden vorher auf den Bahnsteig und sehen dann nur noch verschlossene Türen. So kann man das nicht machen."

Die Bahn müsse auch ihre Kunden am Bahnsteig besser informieren, sagte Naumann der dpa. Mitarbeiter müssten Gruppen beim Ein- und Aussteigen auf mehrere Zugtüren verteilen. Es müsse auch immer klar sein, wo das Fahrradabteil und die erste Klasse zu finden sind. "Das hilft, dass die Züge pünktlich abfahren", sagte Naumann. "Da muss die Bahn noch deutlich mehr tun."

dpa

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